Dutzende Fans der DDR-Mopedmarke Simson haben am 7. Juni in der evangelischen Dorfkirche Hohenwalde bei Frankfurt (Oder) einen Gottesdienst gefeiert. Mehrere Fahrzeuge standen dabei im Inneren der Kirche neben dem Altar, während Pfarrerin Susanne Noack ihre Predigt hielt. Sie sprach über den Zusammenhalt in der Schrauberszene und darüber, dass die Mopeds Jung und Alt verbinden. Im Anschluss erklang das Lied „Über sieben Brücken musst Du gehn“ der Band Karat, in das die Simson-Gemeinde einstimmte. Nach dem Gottesdienst bot Noack im Freien einen Segen für die Mopeds sowie deren Fahrer an.
Bundestagsvizepräsident Ramelow: Simson ist unkaputtbar
Bundestagsvizepräsident Bodo Ramelow (Die Linke) steuerte eine aufgezeichnete Grußbotschaft bei: „Es ist einfach fantastisch, dass diese Fahrzeuge heute faktisch unkaputtbar sind – und ein Beweis der deutschen Einheit auf eine sehr spezielle Art ist, nämlich aus der ostdeutschen Perspektive.“ Ramelow schloss mit den Worten: „Ich wünsche uns Gottes Segen, dass jeder, der so unterwegs ist, auch heil wieder ankommt.“ Die zu DDR-Zeiten in Suhl produzierten Mopeds der Marke Simson – darunter Modelle wie die Schwalbe oder die S51 – sind für viele Liebhaber bis heute Kult.