Die Diakonie Mitteldeutschland hat mit dem „Sozial-O-Mat“ eine Online-Plattform gestartet, mit der Wähler ihre sozialpolitischen Erwartungen mit den Programmen der zur Landtagswahl in Sachsen-Anhalt antretenden Parteien vergleichen können. Wie die Diakonie mitteilte, können Nutzer 20 Thesen mit Zustimmung, Ablehnung oder einer neutralen Position bewerten. Im Anschluss wird angezeigt, mit welchem Parteiprogramm die eigenen Erwartungen die größte Übereinstimmung haben. Zugleich werden die Positionen der Diakonie sichtbar gemacht.
Die Thesen behandeln unter anderem den Erhalt einer flächendeckenden medizinischen Versorgung, die Finanzierung der Jugend- und Schulsozialarbeit sowie den Arbeitskräftemangel in der Pflege. Der Sozial-O-Mat ähnelt im Aufbau dem Wahl-O-Mat der Bundeszentrale für politische Bildung. Von mehr als einem Dutzend angefragten Parteien sind zwölf mit Inhalten vertreten. Einige Parteien hätten auch auf Nachfrage nicht reagiert, andere die Beteiligung abgesagt. Der Vorstandsvorsitzende der Diakonie Mitteldeutschland, Oberkirchenrat Christoph Stolte, erklärte, man wolle keine Parteiempfehlung abgeben, sondern „Orientierung in den vielfältigen Themen der sozialen Teilhabe, Unterstützung und Daseinsvorsorge“ bieten.
Sozialpolitik auf Landesebene habe „einen großen Einfluss auf das Leben, die Alltagserfahrungen und das Umfeld der Menschen“. Die Plattform ist unter sachsen-anhalt.sozial-o-mat.de abrufbar. Die Landtagswahl findet am 6. September statt.