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Bestsellerautor Joshua Harris äußert sich zu Abkehr vom christlichen Glauben

Joshua Harris‘ Buch „Ungeküsst und doch kein Frosch“ löste vor allem in Amerika, aber auch darüber hinaus eine regelrechte „Reinheitsbewegung“ aus. Über diese Bewegung und ihren Einfluss auf christliche Beziehungen hat Jessica Van Der Wyngaard zusammen mit dem Buchautor einen Dokumentarfilm gedreht. (Foto: Filmcover „I survived I kissed dating goodbye“ www.isurvivedikisseddatinggoodbye.com )

Der Bestsellerautor und ehemalige US-Pastor Joshua Harris (Vancouver/Kanada) hat im Sommer überraschend angekündigt, nicht länger Christ zu sein und sich nach 15 Jahren Ehe von seiner Frau scheiden zu lassen. Zu den Hintergründen hat er sich nun erstmals in einem Interview geäußert. Gegenüber dem Mitbegründer und Chefredakteur der US-Nachrichtenplattform Axios, Michael Allen (Arlington/Bundesstaat Virginia), äußerte der 44-Jährige, dass er in seiner Rolle als Pastor früher Menschen aufgrund ihrer unbiblischen Lebensweise aus der Kirche ausgeschlossen habe – und habe das im Grunde genommen auch mit sich selbst getan. Das Scheitern seiner Ehe sei der Hauptgrund dafür gewesen, dass er sich selbst „exkommuniziert“ habe. Dem sei zuvor ein längerer Prozess des „Abfalls“ vom Glauben vorangegangen. Schließlich sei er an einen Punkt gekommen, an dem er erkannt habe, dass er selbst nicht nach dem lebe, das er anderen vorgeschrieben habe. Er habe nur ehrlich sein wollen.

Gründe für einen möglichen Ausschluss aus einer Gemeinde seien laut Harris häufig sexueller Natur: „Eine Affäre. Du weißt schon, einen schwulen Lebensstil zu leben. Jeder in der LGBTQ-Gemeinschaft (Abkürzung für Lesben, Schwule, Bisexuelle, Transgender und Queere) würde darunter fallen, wenn er nicht aktiv versuchen würde, diese Neigungen zu überwinden.“ Auf die Frage, ob er seine eigene Sexualität überdacht habe, antwortete der ehemalige Pastor, er habe keine Lust, diese Frage zu beantworten. „Ich würde einfach sagen, dass ich mich mit meiner Sexualität sehr wohlfühle.“ Weniger als einen Monat später nahm Harris an der jährlichen LGBTQ-Veranstaltung „Pride Parade“ in Vancouver teil.

Harris: Mein Umdenken fühlt sich für einige wie Verrat an

Harris ist Autor des 1997 erschienenen Buches „I Kissed Dating Goodbye“, das in Deutschland unter dem Titel „Ungeküsst und doch kein Frosch. Warum sich warten lohnt – radikale Einstellungen zum Thema Nr. 1“ erschienen ist. Darin empfahl der damals 21-Jährige unter anderem, mit dem Sex bis zur Ehe zu warten. Harris war von 2004 bis 2015 leitender Pastor der Covenant Life Church (Gaithersburg/Bundesstaat Maryland). Harris und seine Ehefrau Shannon gaben am 18. Juli auf Instagram ihre Trennung bekannt. In einem weiteren Post am 26. Juli ergänzte der dreifache Vater, dass er sich selbst nicht mehr als Christ bezeichne. „Nach den Richtlinien, die ich habe, um einen Christen zu definieren, bin ich kein Christ mehr“, schreibt er auf Instagram. Viele Menschen hätten ihm erzählt, dass es eine andere Art gebe, Glauben zu praktizieren. Er wolle dafür offen sein, aber er sei noch nicht dort angelangt.

Er könne durchaus verstehen, wenn Menschen ihm vorwerfen, er habe ihr Leben zerstört und sie dazu gebracht, den falschen Partner zu heiraten: „Ich war ein Leiter und Sprecher und habe die Menschen aufgerufen, auf ganz besondere Weise zu leben. Und so fühlt sich für sie ein Umdenken in meinem Denken wie ein Verrat an.“ Er könne ihnen die Lebensjahre nicht zurückgeben, habe sich aber dafür entschuldigt und seine Bücher vom Markt genommen. „Ich habe angefangen zu sehen, dass meine Bücher Menschen wirklich in die Irre geführt haben.“

Joshua Harris‘ Buch „Ungeküsst und doch kein Frosch“ löste vor allem in Amerika, aber auch darüber hinaus eine regelrechte „Reinheitsbewegung“ aus. Über diese Bewegung und ihren Einfluss auf christliche Beziehungen hat Jessica Van Der Wyngaard zusammen mit dem Buchautor einen Dokumentarfilm gedreht: „I survived I kissed dating goodbye“ www.isurvivedikisseddatinggoodbye.com 


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