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Benediktinermönch Lukas Boving auf der re:publica: „Christfluencer“ sind „extrem gefährlich“

Von: nicole Datum Beitrag: 29.05.2026 Kommentare: Keine Kommentare Tags: , , ,

Vor christlichen Influencern hat der Benediktinermönch Lukas Boving (Hamburg) gewarnt. Er sprach am 19. Mai auf der Digital- und Gesellschaftskonferenz „re:publica“ in Berlin zum Thema „Halleluja! Jesus liebt dich! Mönche, Nonnen und Social Media“. Boving zufolge sind Christfluencer „AfD-nah, sehr radikal, exklusiv“ und „extrem gefährlich“. Als Beispiele nannte er den „Ketzer der Neuzeit“, Leonard Jäger, und die Influencerin Jana Highholder. Er selbst verstehe sich nicht als „Christfluencer“, sondern als „Insta-Mönch“. Boving veröffentlicht den Podcast „Mönch, ärgere dich nicht“. Ihm zufolge geht es um „den Spagat zwischen albern sein, unterhalten und die christliche Botschaft verkündigen“. Wenn man immer nur die Botschaft „Jesus liebt dich“ verkünde, erreiche man damit „vielleicht nur fünf Klicks“. Er äußere sich auch zum Frauenpriestertum und LGBTQ-Themen. Er erhalte dafür viele Hasskommentare bis hin zu Morddrohungen.

„Ich dachte: Nonnen gibt es nur im Horror-Film“

Die Benediktinerin Josefine Schwitalla (Osnabrück) erklärte, sie wolle sich auf Instagram und TikTok „nicht verstellen und Mätzchen machen, sondern aus dem Alltag erzählen“. Sie lasse sich dabei vom Bibelwort „Wovon das Herz gefüllt ist, davon spricht der Mund“ leiten. So lernten die Zuhörer mehr über ihre Glaubensgemeinschaft. Eine der häufigsten Reaktionen aus dem Netz sei: „Ich dachte, Nonnen gibt es nur im Horror-Film.“ Zur Frage, ob sie als Frau in der Kirche benachteiligt sei, sagte Schwitalla, Frauen sollten sich „nicht unterbuttern lassen“. Das Thema habe für sie jedoch wenig Brisanz. Sie selbst kämpfe nicht für das Frauenpriestertum und spüre auch keine Berufung dafür. Auf der Konferenz re:publica sprechen etwa 1.000 Redner aus Wirtschaft, Forschung, Gesellschaft und Politik, darunter Altkanzlerin Angela Merkel und Bundesdigitalminister Karsten Wildberger. Das Festival für die digitale Gesellschaft ist mit rund 29.000 Besuchern die größte Konferenz ihrer Art in Europa.

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