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Apolda: Martinskirche wird soziokulturelles Zentrum

Von: nicole Datum Beitrag: 13.03.2026 Kommentare: Keine Kommentare Tags: , ,

Die Martinskirche der Evangelisch-Lutherischen Kirchgemeinde Apolda wird zu einem offenen soziokulturellen Zentrum umgebaut. Letzte Woche erfolgte der offizielle Baubeginn, wie die Evangelische Kirche in Mitteldeutschland (EKM) mitteilte. Das Vorhaben gilt laut der Landeskirche als beispielhaft für innovative Kirchenumnutzung in Thüringen. Ziel sei es, einen nachhaltigen Ort zu schaffen, der religiöse und weltliche Begegnungen ermögliche. Das Projekt wird demnach vom Land Thüringen aus Bundesmitteln der Städtebauförderung unterstützt. Auch die Stadt Apolda und die Evangelische Kirche in Mitteldeutschland (EKM) beteiligen sich mit Eigenmitteln. Insgesamt sind Baukosten von 3,95 Millionen Euro veranschlagt, heißt es.

Erhalt der Kirche gesichert

Die Kirche wurde 1119 erstmals urkundlich erwähnt und gehört zu den ältesten Gebäuden der Stadt. Sie liegt nur wenige Schritte vom Marktplatz entfernt. Nach Jahrzehnten der Nutzung als Kunstgutdepot der Landeskirche soll das historische Gebäude laut Landeskirche nun zu einem Ort für Begegnung, Austausch, Kultur und gesellschaftliches Engagement weiterentwickelt werden. Durch die erweiterte Nutzung der Kirche ist ihr Erhalt gesichert, sagte die Pfarrerin der Kirchgemeinde Apolda, Susanne Böhm. Gleichzeitig entstehe dadurch ein erweiterter Sozialraum: „Die Menschen erwarten von Kirche auch niederschwellige Angebote mitten in der Stadt. Das können wir in der Martinskirche wunderbar miteinander verbinden.“ Die sakrale Nutzung bleibe erhalten und konzentriere sich künftig auf den Chorraum.

Konzept: „Haus in Haus“

Das architektonische Konzept sieht bei der Umsetzung ein „Haus im Haus“ vor: In das historische Langschiff soll ein eigenständiger Baukörper eingefügt werden. Die barocken, dreigeschossigen Holzemporen werden laut Beschreibung dafür entfernt, um den rund 220 Quadratmeter großen Raum wieder in seiner ursprünglichen Weite erlebbar zu machen. Im Erdgeschoss ist eine großzügige „Plaza“ (Halle) als multifunktionaler Begegnungsraum vorgesehen. Darüber sollen auf zwei Ebenen Räume für Gemeindeleben, Büros, Sitzungen und vielfältige soziokulturelle Angebote entstehen.

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