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Wo Rauschgifthändler in Kirchen willkommen sind

(AdventEcho online, 11.12.2009) Drogenhändler nehmen in westafrikanischen Kirchen oft Ehrenplätze in der ersten Bankreihe ein. Sie werden für ihre großzügigen Spenden gepriesen, doch in Wirklichkeit zerstören sie das Leben junger Menschen. Auf diesen Missstand hat der ghanaische Konfliktforscher Kwesi Aning aufmerksam gemacht. Er leitet die Abteilung für die Vorbeugung, das Management und die Lösung von Konflikten am Internationalen Kofi-Annan-Friedenszentrum in Accra (Ghana).
Ende November sprach er bei einer Anhörung des britischen Unterhauses in London. Oft dienten Religionsgemeinschaften als Rückzugsräume für Rauschgifthändler, sagte er der ökumenischen Nachrichtenagentur ENI. Diese seien auch in Kirchen willkommen. Man weise ihnen Plätze in der ersten Reihe zu, spreche Gebete für sie und gebe ihnen Amulette, die ihrem Schutz dienen sollten. Oft handelten die Rauschgifthändler auch mit stillschweigendem Einverständnis politischer Machthaber. Das mache die Bekämpfung des Drogenhandels sehr schwer und gefährlich.
Wie Aning berichtete, habe er auf seiner jüngsten Reise in den Senegal, nach Mauretanien, Mali, Niger und Burkina Faso festgestellt, dass die Situation außer Kontrolle gerate. Er rief die Kirchen auf, die Drogenhändler zu benennen und bloßzustellen. Wie Experten bei der Anhörung berichteten, nähmen inzwischen immer öfter Rauschgifttransporte den Weg über Westafrika durch die Sahara nach Nordafrika und über das Mittelmeer nach Europa. (idea)

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