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Wenn das Internet zur Sucht wird

(AdventEcho online, 18.12.2009) Eine Gruppentherapie für Internet-Süchtige bietet die ökumenische Beratungsstelle von Diakonie und Caritas in der Region Osnabrück an. Das erste derartige Angebot in Niedersachsen sei eine notwendige Ergänzung der Einzelgespräche, weil Internet-Süchtige ihre soziale Kontaktfähigkeit neu lernen müssten, sagte der Leiter der Diakonie-Suchtberatungsstelle Georgsmarienhütte, Klaus Polack. Die Abhängigen lebten in der künstlichen Welt von Internet und Computerspiel, isoliert von Familie, Freunden und Beruf. Bisher gebe es für diese Suchterkrankung kaum Behandlungskonzepte.
Studien belegten, dass es etwa zwei Millionen Online-Süchtige in Deutschland gebe, die mehr als 35 Stunden pro Woche vor dem Computer säßen. Deutliche Symptome seien Verwahrlosung und Entzugserscheinungen. Die Folgen könnten bis zur Rückentwicklung der Sprache reichen. In der Gruppentherapie sollen die Patienten lernen, sich mit anderen auseinanderzusetzen, Emotionen wahrzunehmen und Problemlösungsstrategien zu entwickeln. Die Suchtberater müssten auf diesem neuen Gebiet selbst noch Erfahrungen sammeln, so die Beratungsstelle. Erschwerend komme hinzu, dass es bei dieser Sucht nicht um eine Abstinenz gehen könne, denn Computer seien in Beruf und Gesellschaft allgegenwärtig. Die größte Gruppe unter den Online-Süchtigen seien junge Männer aus allen Schichten und Berufsgruppen, aber auch Frauen zwischen 35 und 55 Jahren. (idea)

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