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Weltweit 18,1 Millionen Adventisten

("Adventisten heute"-Aktuell, 17.10.2014) "Es ist einfach, Menschen zu taufen, aber viel schwieriger, sie in der Kirche zu behalten", sagte Pastor G. T. Ng, Exekutivsekretär der Weltkirchenleitung, als er die neuesten Mitgliederzahlen den rund 330 Delegierten der Jahressitzung des Exekutivausschusses der Weltkirchenleitung der Siebenten-Tags-Adventisten präsentierte. Weltweit gehörten 18,1 Millionen Menschen zur Kirche. Die Jahressitzung fand vom 9 -14. Oktober in Silver Spring, Maryland/USA, statt.

Ein rekordhoher Verlust

Das zehnte Jahr in Folge seien mehr als eine Million Menschen Mitglieder der Kirche geworden. Dieser 1,5-prozentigen Mitgliederzunahme im Berichtsjahr stehe aber ein rekordhoher Verlust von 828.968 Mitgliedern gegenüber, der durch Entzug der Mitgliedschaft, Austritt, Tod oder Unauffindbarkeit entstanden sei. Er würde lieber über die "ernsthaften Verlustzahlen" sprechen, so der Singapurer, als über die großen Taufzahlen.
David Trim, Archivar der adventistischen Weltkirchenleitung, erläuterte, dass die fortlaufende Überprüfung und Anpassung der Mitgliederzahlen an die wirklich vorhandenen Mitglieder in den Ortskirchen ein Grund für die hohen Verlustzahlen sein könne.

Nicht genügend betreut worden

In den letzten vierzig Jahren seien weltweit 31,8 Millionen Personen getauft worden, so Ng, währenddessen seien 11,4 Millionen aus der Kirche ausgetreten oder nicht mehr auffindbar. Die Verlustzahl beinhalte keine Verstorbenen. Jene Mitglieder, welche die Kirche verlassen hätten, seien nicht genügend betreut worden, so Ng. Ein Beispiel dafür seien die Berichte in den Medien über eine angeblich erzwungene Rückbekehrung von 33 Adventisten im nordindischen Dorf Asroi. Eine Untersuchungskommission der adventistischen Kirchenleitung in Indien habe hingegen gezeigt, dass die 2005 getauften adventistischen Kirchenmitglieder in Asroi wenig Unterstützung und Begleitung seitens der Kirche erhalten hätten, gleichzeitig aber von hinduistischen Aktivisten umworben worden seien. Nach deren freiwilligem Rückübertritt zum Hinduismus seien nur sechs Personen weiterhin Mitglieder der Siebenten-Tags-Adventisten geblieben.
Ng sprach laut ANN auch die schwierige Situation der drei adventistischen Kirchenregionen in Europa mit Sitzen in Bern/Schweiz, St. Albans/Großbritannien und Moskau/Russland an. In Großbritannien wachse die Kirche vorwiegend durch Immigranten. Einheimische würden kaum erreicht.
Man könne nicht davon ausgehen, dass die Kirche ihrem Auftrag das Evangelium zu verbreiten, nachgekommen sei, wenn sie in einem Land vertreten sei. Die 800.000 Adventisten in Kenia stammten fast ausnahmslos aus zwei Sprachgruppen, so Pastor Ng. In den 40 anderen Sprachgruppen des Landes gebe es hingegen kaum Adventisten. Das Gleiche treffe für Thailand zu. Die große Mehrheit der dortigen Adventisten stamme aus Minderheitsbevölkerungsgruppen.

2,39 Milliarden US-Dollar 2013 gespendet

Die weltweit 18,1 Millionen Mitglieder der Kirche der Siebenten-Tags-Adventisten hätten im vergangenen Jahr 2,39 Milliarden US-Dollar (1,88 Milliarden Euro) an "Zehntengeldern" gespendet, welche für allgemeine Aufgaben der Kirche verwendet würden. Das sagte Robert E. Lemon, Leiter der Finanzabteilung (Schatzmeister) der Weltkirche, in seinem Rechenschaftsbericht. Diese Summe entspreche einer Steigerung der Gelder für allgemeine Aufgaben der Kirche um 3,5 Prozent gegenüber 2012, so Lemon. Der Weltkirchenleitung seien davon 118 Millionen Euro für ihre Tätigkeit zugeteilt worden, wie Adventist News Network (ANN) berichtete. Die zweckgebundenen Spenden der Kirchenmitglieder wären in diesen Zahlen nicht enthalten. Viele Mitglieder würden neben zehn Prozent ihres Einkommens, den "biblischen Zehnten", weitere Spenden für besondere Projekte geben.

Personalbestand in der Weltkirchenleitung kaum erhöht

Die Weltkirchenleitung der Adventisten habe ihren Personalbestand von 1995 bis 2013 um nur fünf Personen von 282 auf 287 erweitert, so Lemon. Und das, obwohl die Mitgliederzahl in diesen 18 Jahren von 8,8 Millionen auf 18,1 Millionen zugenommen habe, sowie die Zahl der meist kontinentalen Kirchenleitungen (Divisionen) von elf auf dreizehn und jene der vorwiegend nationalen Kirchenleitungen (Unionen) von 94 auf 125 gewachsen sei. Der Leiter der Finanzabteilung ermutigte laut ANN die Kirchenleiter aus allen Regionen der Welt, nicht primär administratives Personal anzustellen, sondern mehr Pastoren und Personen, die in vorderster Reihe stünden, um das Evangelium direkt weiterzugeben. (APD)

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