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Weltmission vor der Haustür: Es tut sich zu wenig

(AdventEcho online, 30.1.2009) Rund 20 Prozent aller 82 Millionen Einwohner Deutschlands haben eine ausländische Herkunft. Über 50 Prozent von ihnen haben christliche Bezüge. Doch in den bestehenden christlichen Gemeinden sind sie längst nicht so stark vertreten. Manche bilden eigene Gemeinden. Darauf hat der Leiter der Internationalen Mission in Deutschland des Bundes Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden (Baptisten- und Brüdergemeinden), der Missionswissenschaftler Michael Kisskalt (Elstal bei Berlin), hingewiesen. Bei der "Impulstagung Mission 2009: Von der Welt Mission lernen", die vom 19. bis 21. Januar in Schmitten (Taunus) stattfand, rief er zu verstärkten Anstrengungen auf, diese Menschen mit dem Evangelium zu erreichen.

"Langweilig und kalt"

Dass Ausländer in anderen Kulturen leben, bewertet Kisskalt positiv: "Kultur spiegelt etwas von Gottes Schöpfergeist wider." Zugleich warnte er die Tagungsteilnehmer vor überzogenen Erwartungen. Es sei falsch anzunehmen, dass Ausländer, die Christen werden, sich ähnlich verhalten wie die heimischen Christen. Viele Ausländer empfänden deutsche Gemeinden als "langweilig und kalt". Wünschenswert seien Brückenbauer zwischen den Kulturen. In Deutschland geborene Zuwanderer der zweiten oder dritten Generation könnten diese Aufgabe wahrnehmen. Sie trügen mehrere kulturelle Identitäten in sich.

Mission vor der Haustür

Wie der scheidende Leiter des Dienstbereichs Mission, Wilfried Bohlen (Leichlingen), sagte, befinde sich die Weltmission längst "vor der Haustür". Viele Christen hätten aber keinen Blick dafür und nähmen Gelegenheiten, mit Zuwanderern ins Gespräch zu kommen, nicht wahr. So sei es letztlich kaum zu verstehen, dass für die Missionsarbeit in Kamerun viel Geld zur Verfügung gestellt werde, aber "ganze Gruppen von Kamerunern", die in Deutschland leben, nicht beachtet würden. (idea)

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