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USA: Pastor stirbt nach rituellem Schlangenbiss

("Adventisten heute"-Aktuell, 21.2.2014) Ein US-amerikanischer Pfingstprediger und "Schlangenhantierer" hat sein Glaubenswagnis mit dem Tode bezahlt. Der 42-jährige Jamie Coots wurde am 15. Februar in einem Gottesdienst in Middlesboro (Bundesstaat Kentucky) von einer Klapperschlange gebissen, die er in der Hand hielt. Coots verweigerte jede medizinische Behandlung und schickte die herbei gerufenen Sanitäter weg. Eine Stunde später starb er. Coots zählte zu den bekanntesten Schlangenhantierern. Er trat in einer Fernsehshow des Senders National Geographic mit dem Titel "Snake Salvation" auf.

Macht über Schlangen und Skorpione

Seit über 100 Jahren praktizieren einige Pfingstgemeinden im Südosten der USA das Schlangenhantieren als Glaubensübung. Ihre Mitglieder legen sich Giftschlangen an im Glauben, dass ihnen die Bisse nicht schaden können. Dabei berufen sie sich auf Jesusworte. Im Markus-Evangelium (16,17) heißt es: "Die Zeichen aber, die denen folgen werden, die glauben, sind diese: in meinem Namen werde sie böse Geister austreiben, in neuen Zungen reden, Schlangen mit den Händen hochheben, und wenn sie etwas Tödliches trinken, wird's ihnen nicht schaden." Eine ähnliche Stelle findet sich im Lukas-Evangelium (10,19): "Seht, ich habe euch Macht gegeben, auf Schlangen und Skorpione zu treten, und Macht über alle Gewalt des Feindes; und nichts wird euch schaden." Coots war bereits mehrfach gebissen worden; 1998 überlebte er nur knapp. 1995 starb eine Frau während einer von ihm geleiteten Schlangen-Zeremonie. Im Mai 2012 kam der 44-jährige Pfingstpastor Mark Randall Wolford (Matoaka/Bundesstaat West Virginia) durch den Biss einer Klapperschlange ums Leben. Auch sein Vater war bereits auf diese Weise gestorben.

Sozialpsychologe: Mindestens 100 Todesfälle

Der Professor für Religions- und Sozialpsychologie Ralph Hood (Chattanooga/Bundesstaat Tennessee) hat sich intensiv mit diesen Glaubenspraktiken beschäftigt. Nach seinen Angaben gibt es in den USA mindestens 100 dokumentierte Todesfälle nach rituellen Schlangenbissen. Viele Mitglieder solcher Gemeinden hätten dadurch auch Finger verloren. Sie erlägen der falschen Vorstellung, dass die Bibel meine, Christen könnten sich ohne Folgen von Giftschlangen beißen lassen. Doch gehe es in der Heiligen Schrift nicht um Magie, sondern um Gehorsam gegenüber Gott. Das wüssten auch die Gemeinden, die mit Schlangen hantieren. (idea)


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