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USA: Herausforderungen durch alternde Pastorenschaft

("Adventisten heute"-Aktuell, 2.11.2012) Fast 50 Prozent der Pastoren der Kirche der Siebenten-Tags-Adventisten in den Vereinigten Staaten werden in den nächsten zehn Jahren ins Pensionsalter kommen. Das ergab eine kürzliche Untersuchung von demographischen Daten des Pensionsfonds der Kirche.
Dieses Ergebnis fordert die Verantwortlichen heraus, mögliche Szenarien zu prüfen, um diesem Problem zu begegnen. Die Frage ist, ob die Kirche eine Schar junger Pastoren anstellen oder die erfahrenen drängen soll, länger zu arbeiten, als bisher geplant. Beide Optionen haben ihre Vorteile. US-Kirchenleiter erklären, dass sie eine Mischung von beiden Lösungen untersuchen.
Die Verlängerung der Lebensarbeitszeit der bisherigen Pastoren um einige Jahre würde erfahrene Geistliche in den Gemeinden halten, aber mehrere Generationen zwischen ihnen und jungen Erwachsenen und Teenagern lassen, denen sie dienen. Dieser demographische Nachteil sei jedoch gering, sagen die Leiter der Predigtamtsabteilung der Nordamerikanischen Regionalverwaltung der Kirche der Siebenten-Tags-Adventisten, da das mittlere Alter der Adventisten in den USA 56 Jahre betrage.
In Nordamerika sind etwa 4700 Pastoren bei der Kirche angestellt (die über eine Million Mitglieder hat), davon sind 3460 ordiniert. Die meisten besitzen einen Mastergrad in Theologie, doch es gibt auch über 200, die nicht einmal ein Collegegrad besitzen. Der Trend, z. B. Bibelarbeiter, die nur eine mehrmonatige Ausbildung genossen haben, nach ihrer Bewährung als Pastoren anzustellen, hat sich im letzten Jahrzehnt verstärkt, obwohl dies gegen die Richtlinien der Kirche in Nordamerika verstößt. Sie besagen, dass die normale Ausbildungszeit sieben Jahre beträgt und einen Mastergrad des Theologischen Seminars der Andrews-Universität erfordert.
In früheren Jahren haben die Vereinigungen in den Bundesstaaten häufig junge Pastoren mit Collegeabschluss nach ein bis zwei Dienstjahren für das Masterprogramm gesponsert, doch in den letzten Jahren wurden vermehrt gleich Pastoren mit Masterabschluss angestellt. Walt Williams, einer der Leiter der Predigtamtsabteilung der Kirche in Nordamerika, hofft, dass die Leiter der Vereinigungen weiterhin junge Pastoren anstellen und ihnen ihre weitere Ausbildung am Seminar sponsern. "Jede weitsichtige Vereinigung, in der ich gewesen bin, tendiert dazu, jüngere Pastoren anzustellen", erklärt Williams. "Solcher Mut ist erforderlich, um auf die Zukunft vorbereitet zu sein."
Dennis Fortin, der Dekan des Seminars, erklärt, dass im Aufbaustudium am Seminar 350 bis 400 Studenten eingeschrieben sind, abhängig vom Semester. Weiße machen knapp 40 Prozent aus, Farbige etwa 33 Prozent, Hispanier 15 Prozent und Studenten mit asiatischer Abstammung 12 Prozent. 20 Prozent sind Frauen; ihr Anteil ist von 15 Prozent vor zehn Jahren gestiegen.
Etwa 100 Studenten erlangen jedes Jahr ihren Mastergrad mit verschiedenen Schwerpunkten. Laut Fortin werden etwa 85 Prozent innerhalb von zwei Jahren von der Kirche oder ihren Institutionen (z. B. von Krankenhäusern als Seelsorger) angestellt. Er hält einen Anreiz für die Ausbildung am Seminar durch bessere Bezahlung seiner Absolventen gegenüber solchen ohne Mastergrad für wünschenswert. Er meint, dass die verantwortlichen Kirchenleiter in Nordamerika darüber nachdenken sollten. (ANN/wel)

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