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Theologieprofessorin Eta Linnemann gestorben

(AdventEcho online, 22.5.2009) Sie sorgte für Aufsehen mit ihrer radikalen Kehrtwende von einer Verfechterin der historisch-kritischen Bibelauslegung zur entschiedenen Gegnerin: Am 9. Mai ist die emeritierte Theologieprofessorin Eta Linnemann, Schülerin des Neutestamentlers Rudolf Bultmann (1884-1976), im Alter von 82 Jahren in Leer (Ostfriesland) gestorben. 1978 hatte sich die Theologin, die in Braunschweig und Marburg lehrte, von der historisch-kritischen Forschung losgesagt und ihre eigenen theologischen Bücher in den Müll geworfen. "Ich erachte alles, was ich gelehrt und geschrieben habe, bevor ich mein Leben Jesus übergab, für falsch", erklärte sie. Fortan hielt sie Vorträge über ihre neue Sicht der Theologie und rief zur Abkehr von der historisch-kritischen Bibelauslegung auf. Dieser Methode warf Linnemann in einem idea-Interview vor, keinen Respekt vor Gottes lebendigem Wort zu haben und es als toten Buchstaben zu behandeln. 1994 veröffentlichte sie das Buch "Original oder Fälschung. Historisch-kritische Theologie im Lichte der Bibel" (Christliche Literaturverbreitung/Bielefeld).

"Gottes Wort in jeder Hinsicht zuverlässig"

2001 sagte die in Osnabrück geborene Theologin anlässlich ihres 75. Geburtstages, sie lehne die historisch-kritische Theologie jetzt noch konsequenter ab als 1978: "Inzwischen durfte ich durch Gottes Gnade erkennen, dass Gottes Wort in jeder Hinsicht zuverlässig ist, die angeblich wissenschaftliche historisch-kritische Theologie dagegen nicht." Wo man deren Theorien einer Nachprüfung unterziehe, hielten diese nicht stand. Zur Kritik an einer fundamentalistischen Bibelauslegung sagte Linnemann: "Gefährlich ist es nicht, das irrtumsfreie Wort Gottes wortwörtlich zu nehmen, gefährlich ist es, das nicht zu tun." (idea)

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