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Sexueller Missbrauch: Adventist kommt Ausschluss zuvor

("Adventisten heute"-Aktuell, 3.6.2011) Ein wegen sexuellen Missbrauchs vorbestraftes Mitglied einer evangelischen Freikirche ist seinem Ausschluss durch einen Kirchenaustritt zuvorgekommen. Der 56-Jährige gehörte den Siebenten-Tags-Adventisten im südbadischen Lahr an. Er soll im Mai 2005 die 13-jährige Tochter eines ihm bekannten Ehepaars in zwei Fällen sexuell missbraucht haben. Das Offenburger Schöffengericht verurteilte ihn zunächst zu einer Freiheitsstrafe von zwei Jahren und drei Monaten. Der Mann bestritt die Vorwürfe, legte Berufung ein und wurde vom Landgericht Offenburg wegen widersprüchlicher Zeitangaben von Zeugen freigesprochen. Das Gericht erließ aber einen Strafbefehl mit einer einjährigen Bewährungsstrafe wegen sexuellen Missbrauchs.
Laut Adventistischem Pressedienst akzeptierte die Verteidigung den Strafbefehl, so dass der Beschuldigte als vorbestraft gelte. Auch der Fachbeirat "Sexueller Gewalt begegnen" der Freikirche habe keine Zweifel an der Darstellung des Opfers. Das Gremium habe der Gemeinde in Lahr empfohlen, ein "eindeutiges und klärendes Zeichen" zu setzen und dem Beklagten die Mitgliedschaft zu entziehen. Den Angaben zufolge sei der Mann dem drohenden Ausschluss zuvorgekommen, indem er die Freikirche verlassen habe. Der Fachbeirat habe ihm empfohlen, therapeutische Hilfe in Anspruch zu nehmen. (idea)

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