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Schweizer Bischöfe schaffen Fachstelle für Palliative Care

("Adventisten heute"-Aktuell, 20.01.2017) Die palliative Behandlung "Palliative Care" nimmt laut Medienmitteilung der Schweizer Bischöfe eine dynamische Entwicklung und ist mittlerweile aus dem Schweizer Gesundheitswesen nicht mehr wegzudenken. Deshalb hätten sie beschlossen, die Einrichtungen der Schweizer Bischofskonferenz mit einer Fachstelle für Palliative Care mit Schwerpunkt Spiritual Care zu verstärken. Erste Inhaberin der Fachstelle ist die Theologin Jeanine Kosch-Vernier. Sie hat die Arbeit mit dem Beginn des Jahres 2017 bereits aufgenommen.

Möglichst hohe Lebensqualität ermöglichen

Ziel der palliativen Behandlung und Betreuung bestehe darin, Menschen mit unheilbarer, lebensbedrohlicher und/oder chronisch fortschreitender Krankheit eine möglichst hohe Lebensqualität, umfassende Symptombehandlung und eine stärkende Begleitung zu gewährleisten, so die Schweizer Bischöfe. Die Fachstelle bilde eine wichtige Schaltstelle auf nationaler Ebene für die kirchlich verantwortete Mitgestaltung der spirituell-religiösen Begleitung in der Palliative Care, der so genannten "Spiritual Care". Die Schaffung der Fachstelle ist laut der Schweizer Bischofskonferenz ein wichtiger Beitrag, um die Bedeutung der Seelsorge im Gesundheitswesen zu stärken.

Funktionsweise der Fachstelle Palliative Care

Hauptziel der neuen Fachstelle sei es, mittels Koordination, Vernetzung und Lobbyarbeit mitzuarbeiten und sicherzustellen, dass die Menschen bei schwerer Erkrankung nebst medizinischer und pflegerischer Behandlung auch eine professionelle seelsorgerliche Begleitung erhalten würden. Unterstützt und begleitet werde die Fachstelle vom ebenfalls neu geschaffenen "Katholischen Fachgremium für Palliative und Spiritual Care". Die Mitglieder dieses aus Fachleuten verschiedener Bereiche bestehenden Gremiums würden an der nächsten Versammlung der Bischofskonferenz ernannt werden, heißt es in der Medienmitteilung. Die Inhaberin der Fachstelle sei zugleich Geschäftsführerin des Fachgremiums.

Werdegang von Jeanine Kosch-Vernier

Die 59-jährige Jeanine Kosch-Vernier bringt laut Bischofskonferenz hervorragende Voraussetzungen mit, um der Fachstelle für Palliative Care Form zu geben: Sie studierte Theologie in Zürich, Chur, Rom und Freiburg (Schweiz). Ihren Master-Abschluss in Theologie ergänzte sie später mit verschiedenen Nachdiplomstudien in den Bereichen Sozialarbeit, Management und Philosophie. Sie engagierte sich in der Seelsorge in Pfarreien, in Spitälern und auch in der Stadt- und Kantonspolizei Zürichs. Sie war in leitender Stellung für Entwicklungswerke tätig und erwarb als Zürcher Kantonsrätin praktische Erfahrung in der Politik. Erfahren ist Jeanine Kosch-Vernier auch in der Medienarbeit als Sprecherin des "Wortes zum Sonntag" beim Fernsehen SRF sowie als Autorin und Mitarbeiterin in Presse und Rundfunk. Zuletzt war sie zu einem Fidei-Donum-Einsatz in Italien, um eine Mönchsgemeinschaft und den Aufbau einer Frauengemeinschaft zu unterstützen. (APD)

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