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Rüttgers prangert Gewalt gegen Christen an

("Adventisten heute"-Aktuell, 29.1.2010) Besorgt über die Lage der Christen im Nahen und Mittleren Osten hat sich der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Jürgen Rüttgers (CDU) geäußert. Sie würden immer häufiger Opfer von Plünderung, Vergewaltigung und Mord, sagte er am 27. Januar bei einem Treffen mit dem katholischen Lateinischen Patriarchen von Jerusalem, Erzbischof Foud Twal, in Düsseldorf. Als Beispiel nannte er die jüngsten Mordanschläge auf koptisch-orthodoxe Christen in Ägypten.
Am 6. Januar waren sechs Kopten im südägyptischen Nag Hammadi beim Verlassen der Festmesse am orthodoxen Heiligabend erschossen worden. Auch ein muslimischer Wachmann kam ums Leben. Etwa zehn weitere Personen wurden verletzt. Die Polizei nahm daraufhin drei als muslimische Extremisten bezeichnete Tatverdächtige fest. Rüttgers rief dazu auf, den Christen in den betroffenen Ländern beizustehen. Es dürfe nicht erst über Verfolgung und Diskriminierung von Christen gesprochen werden, wenn Blut fließe. Rüttgers: "Unterdrückung hat viele Gesichter."

Rüttgers will Verfolgung bei Regierungen ansprechen

Kritik übte er auch am EU-Beitrittskandidaten Türkei. Dort hätten Christen nach wie vor Probleme, ihren Glauben frei von Angst vor staatlicher oder gesellschaftlicher Repression auszuüben. Rüttgers versprach, die Problematik der Christenverfolgung - wann immer es möglich sei - bei den entsprechenden Regierungen anzusprechen. Rüttgers: "So wie wir Juden, Muslimen und anderen Religionen Glaubensfreiheit garantieren, fordere ich dies auch umgekehrt für Christen."Zuvor hatten bereits das Europäische Parlament und der Vorsitzende der Unionsfraktion im Bundestag, Volker Kauder, Kritik an Gewaltakten gegen Christen geübt. Der CDU-Politiker bezeichnete die Christen als "die bedrohteste Glaubensgruppe in der Welt". Das Europäische Parlament hatte angesichts der Vorfälle in Ägypten und Malaysia, wo radikale Muslime Angriffe auf Kirchen verübt hatten, die dortigen Regierungen aufgefordert, die Verantwortlichen zur Rechenschaft zu ziehen. Zudem beauftragten sie den EU-Ministerrat und die Außenbeauftragte Catherine Ashton, sich bei den beiden Staaten für die religiösen Minderheiten einzusetzen. (idea)

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