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Präsident Ted Wilson besucht Adventisten in Europa

("Adventisten heute"-Aktuell, 22.3.2013) Pastor Ted N. C. Wilson, Präsident der Weltkirchenleitung (Generalkonferenz) der Siebenten-Tags-Adventisten, besuchte im Rahmen einer Pastoralreise einige Länder, die zur so genannten Trans-Europäischen Region (TED) gehören, wie die Niederlanden, Polen, Ungarn, Serbien und Kroatien.

5.600 getaufte Adventisten in den Niederlanden

In den Niederlanden, wo Pastor Wilson am 9. März im Kongresszentrum Zwolle (Overijssel) predigte, versicherte er den ca. 3.000 Zuhörern: "Auch wenn ihr euch isoliert fühlt, weil ihr in einer postmodernen und säkularisierten Gesellschaft lebt, so seid ihr ein Teil der weltweiten Familie der Siebenten-Tags-Adventisten." Außerdem betonte er die Dringlichkeit, sich nach Erweckung und Reformation zu sehnen und dafür zu beten.
In den Niederlanden gibt es 5.600 als Erwachsene getaufte Gemeindeglieder, die sich in 60 Gemeinden versammeln. Davon wurden sieben in den vergangenen acht Jahren gegründet, ein Dutzend weitere Gruppen stehen kurz vor der Gemeindegründung. Die Freikirche wächst dort um vier Prozent jährlich - hauptsächlich sind es Einwanderer aus der Karibik (ein Drittel der Gemeindeglieder), aus der ehemaligen Kronkolonie Indonesien (zehn Prozent) und aus Afrika, besonders aus Ghana.

Eine sehr religionsferne Gesellschaft

Die niederländische Bevölkerung gilt in Europa als eine der am wenigsten religiös bzw. kirchlich gebundenen. Bei den Einheimischen (die Hälfte der Gemeindeglieder zählt dazu) kann es zehn Jahre dauern, bis eine kleine Gemeinde von 15 bis 20 Personen entsteht. Bis ein Suchender sich taufen lässt, können sechs Jahre und länger vergehen. Wie der Präsident der Siebenten-Tags-Adventisten in den Niederlanden, Pastor Wim Altink, berichtete, hat die Freikirche dort vor wenigen Jahren ein Gemeindegründungsprogramm gestartet, bei dem ein jahrelanges Eingehen auf die Bedürfnisse und Nöte der Gesellschaft im Vordergrund steht.
Darüber, wie stark säkularisiert und religionsfern die einheimische Bevölkerung in den Niederlanden ist, berichtete Pastor Rudy Dingjan, der das Gemeindegründungsprogramm koordiniert: In diesem Lande müsse man beim ABC des Christseins beginnen. Es käme immer wieder vor, dass eine Gruppe von Schulkindern bei einem Museumsbesuch vor einem Bild mit den drei Kreuzen auf Golgatha stünden, und überhaupt nicht wüssten, worum es sich handelt und wer der Gekreuzigte in der Mitte sei. "Das kommt daher, dass ihre Großeltern irgendwann aufhörten, die Gottesdienste zu besuchen. Ihre Eltern hätten nie eine Kirche betreten. Die Kinder wären daher aufgewachsen, ohne etwas von diesen Dingen erzählt zu bekommen", sagte Dingjan.

Freudig den Glauben in Polen bezeugen

In Polen, wo es 5.800 Siebenten-Tags-Adventisten gibt, ermutigte Pastor Wilson die Gemeindeglieder am 10. März in Warschau, ihren Glauben mit ansteckender Freude auf ihren Gesichtern weiterzugeben. Nach einer Besichtigung des Theologischen Seminars in Podkowa (Lesna) äußerte sich Wilson sehr positiv über die Arbeit der Freikirche in Polen, später auch über den guten Zusammenhalt zwischen der Kirchenleitung und den Gemeindegliedern. Der kürzlich gestartete TV-Sender HOPE Channel biete eine gute Möglichkeit, die Menschen in diesem Land zu erreichen.

Zu Besuch in Kroatien, Serbien und Ungarn

Am 13. März besuchten Hunderte von kroatischen Adventisten die "Erste Adventgemeinde" in Zagreb, um die Predigt von Ted Wilson zu hören. Dort sprach er u. a. über Religionsfreiheit. In Serbien besichtigte Wilson den Verlag der Freikirche, zu dem eine fünf Tage in der Woche rund um die Uhr arbeitende Druckerei gehört, und auch das Medienzentrum - das Geschenk eines Gemeindegliedes an die Kirche.
Seine Europareise beendete Ted Wilson am 20. März im Ungarn, wo er u. a. an Gesprächen mit dem Minister für Religion, nationale Minderheiten und zivile Angelegenheiten teilnahm. Es ging dabei u. a. um die Religionsfreiheit in Ungarn. Vor einem Jahr hatten die Siebenten-Tags-Adventisten in Ungarn den offiziellen Status zugesprochen bekommen. Davor war die staatliche Anerkennung der Siebenten-Tags-Adventisten und weiterer 300 kleinerer Glaubensgemeinschaften zur Debatte gestanden (siehe Bericht hier ). In Ungarn versammeln sich 4.700 erwachsen getaufte Adventisten in 110 Kirchengemeinden zum Gottesdienst. Sie unterhalten ein Theologisches Seminar, ein Medienzentrum sowie ein Alten- und Pflegeheim.
Von Ungarn reiste Präsident Wilson weiter in den Nahen Osten, wo er die Türkei, den Libanon und Ägypten besuchen wird. Er verbrachte einen Teil seiner Kindheit in Ägypten, wo seine Eltern 15 Jahre lang als Missionare tätig waren. (ANN/edp)

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