Bestellhotline: 0800 2383680 (kostenlos innerhalb D)
Literatur für ein Leben mit Zukunft
Kauf auf Rechnung möglich | versandkostenfrei ab 50 € (innerhalb D)

Obama hebt Bedeutung der Religionsfreiheit hervor

(AdventEcho online, 5.6.2009) US-Präsident Barack Obama hat in seiner Grundsatzrede am 4. Juni an der Universität Kairo die Gemeinsamkeit der Religionen hervorgehoben. Mit der Ansprache wollte er das gespannte Verhältnis der USA zum Islam auf eine neue Grundlage stellen. Juden, Muslime und Christen seien "Kinder Abrahams", sagte der Präsident. Im Zentrum jeglicher Religion stehe die sogenannte Goldene Regel. Im Neuen Testament ist sie so ausgedrückt: "Alles nun, was ihr wollt, dass euch die Leute tun sollen, das tut ihnen auch" (Matthäus 7,12). Dieser Glaube sei, so Obama, weder schwarz noch weiß, weder christlich, noch jüdisch, noch muslimisch; es sei ein menschlicher Glaube. Amerika sei nicht im Krieg mit dem Islam, vielmehr sei der Islam Teil Amerikas. Es gebe mehr als 1.200 Moscheen in seinem Land. Aber die USA würden immer gegen gewalttätige Extremisten vorgehen, etwa gegen die Terrororganisation El Kaida, die am 11. September 2001 mehr als 3.000 Menschen bei den Anschlägen in New York und Washington getötet habe.

Religionsfreiheit ist wichtig

Obama hob auch die Bedeutung der Religionsfreiheit hervor. Er erinnerte an seine eigene Kindheit im überwiegend muslimischen Indonesien, wo auch Christen in Freiheit beten durften. Wörtlich sagte er: "Ich bin Christ. Mein Vater stammt aus einer Familie mit vielen Muslimen. Ich lebte in Indonesien und hörte dort den (islamischen) Gebetsruf im Morgengrauen und im Abendrot." Im Blick auf den Nahostkonflikt hob Obama die "unzerbrechliche" Beziehung zwischen den USA und Israel hervor. Gleichzeitig sprach er sich gegen neue jüdische Siedlungen aus und forderte die radikal-islamische Hamas auf, der Gewalt abzuschwören.

Appell: Für verfolgte Christen einsetzen

Vor Obamas Reise forderten ihn christliche Organisationen auf, sich für verfolgte Christen einzusetzen. Der Präsident der Organisation Open Doors in den USA, Carl Moeller (Santa Ana/Kalifornien), appellierte an Obama, bei islamischen Regierungen darauf zu dringen, dass Menschen jeglicher Religion ihren Glauben frei praktizieren können. Wer vom Islam zum Christentum wechsele, müsse in vielen Ländern mit Inhaftierung, Folter, Entführung oder sogar Ermordung rechnen. Moeller nannte als Beispiele den Iran, Saudi-Arabien und Somalia. Obama reiste von Ägypten nach Dresden weiter, um unter anderem das ehemalige Konzentrationslager Buchenwald (Thüringen) zu besuchen. (idea)

Passende Artikel
Kommentare

Die mit einem * markierten Felder sind Pflichtfelder.

Die Datenschutzhinweise habe ich zur Kenntnis genommen