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Neuer Premierminister von Jamaika ist Adventist

("Adventisten heute"-Aktuell, 28.10.2011) Am 23. Oktober wurde Andrew Holness (39) durch Sir Patrick Allen, Generalgouverneur von Jamaika, zum neunten Ministerpräsidenten des selbständigen Karibikstaats vereidigt, teilte CSMENetwork News mit. Holness übernahm das Amt von Bruce Golding, der am selben Tag sein Rücktrittsschreiben einreichte. Der neue Regierungschef stamme aus einer Arbeiterfamilie und sei in die Politik eingestiegen, um Veränderungen von innen her zu bewirken.
Laut der Mitteilung habe der jüngste Premierminister in der Geschichte des Inselstaats Jamaika bei der Vereidigung aus religiösen Gründen nicht auf die Bibel geschworen, sondern wie die Verfassung dies für solche Fälle vorsehe, ein Gelöbnis gegenüber Jamaica für getreue Staatsführung abgelegt. Andrew Holness sei Mitglied der evangelischen Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten, wie Milton G. Gregory, Vize-Präsident der adventistischen Kirchenleitung in Jamaika bestätigte und fühle sich der Aussage Jesu in der Bergpredigt verpflichtet, nicht zu schwören.
Die Landespolitik sei von Polarisierung und Engstirnigkeit geprägt, sagte der neue Premierminister laut CSMENetwork nach der Gelöbniszeremonie. Er wolle den von der Vorgängerregierung erfolgreich begonnenen Kampf gegen Kriminalität fortsetzen, eine Anti-Banden-Gesetzgebung einbringen und den Kampf gegen die Korruption fortführen. Der Opposition habe er die Hand gereicht und Zusammenarbeit angeboten. Bezüglich der Staatsverschuldung habe er die Schuldentilgungspolitik der Vorgängerregierung gelobt, merkte aber an, dass Jamaika in einem Teufelskreis gefangen sei, in dem Schulden aufgenommen werden müssten, um die Zinsen zu begleichen. "Der sicherste Weg, die Armut zu vergrößern, besteht darin, mehr Schulden aufzunehmen, als wir erwirtschaften", so Holness. "Ich liebe die Armen, aber ich hasse Armut. Arme brauchen sinnvolle Arbeit und nicht weitere Überbrückungsprogramme." Er habe mit seiner Regierung einen Plan vorbereitet, um die nationale Schuldenlast zu vermindern. Dabei sollten aber die Ärmsten verschont werden.
"Ausgaben für die Bildung sind die beste Investition, um die generationenübergreifende Armut zu bekämpfen", betonte der neue Regierungschef. "Ich ermutige deshalb alle Jamaikaner, ein Opfer zu bringen und in die Bildung der eigenen Kinder zu investieren."
Während der Gelöbniszeremonie habe Pastor Herro Blair von der Kirche "Jamaica Youth for Christ" für den neuen Premierminister um Weisheit, Wissen und Verständnis gebetet, damit er dem jamaikanischen Volk richtig dienen könne. Anschließend habe Andrew Holness selbst ein Gebet gesprochen indem er Gott um Weisheit, Einfühlungsvermögen und Mut bat.
Andrew Holness wurde am 22. Juli 1972 in Spanish Town (St. Catherine, Jamaika) geboren. Er hat einen Bachelor-Abschluss in Management Studies und einen Master in Development Studies (Entwicklungsforschung) erworben. Seit September 2007 war er Bildungsminister. Er ist verheiratet und hat zwei Kinder.
Knapp zwei Drittel der 2,8 Millionen Einwohner Jamaikas sind Protestanten. Rund neun Prozent der Inselbewohner zählen zu den Adventisten, darunter 253.300 erwachsen getaufte Mitglieder in 624 Gemeinden. Die dortige Freikirche unterhält 17 Grundschulen, sieben weiterführende Schulen, eine Universität, ein Krankenhaus und drei Kliniken. (APD/edp)

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