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Mehr über Wiederkunft Christi sprechen

("Adventisten heute"-Aktuell, 19.2.2010) Die Botschaft von Wiederkunft Jesu Christi sollte in Kirche und Theologie nicht länger vernachlässigt werden. Das fordert die Internationale Konferenz Bekennender Gemeinschaften (IKBG) in einer in Hamburg veröffentlichten "Eschatologischen Orientierungshilfe". Sie fasst die Erkenntnisse eines Bekenntniskongresses zusammen, der vom 8. bis 11. Oktober 2009 in Bad Gandersheim stattgefunden hatte. Daran nahmen rund 100 Vertreter einer "christozentrisch trinitarischen Bekenntnis-Ökumene" teil, darunter Anglikaner, Lutheraner, Katholiken und Orthodoxe.
Angesichts der Bedrohung der Umwelt und eines Werteverfalls richteten zahlreiche Christen ihr Augenmerk auf die biblischen Endzeitprophetien und suchten nach authentischer Auskunft über deren Bedeutung: "Aber misslicherweise werden sie von der Universitäts-Theologie und der kirchlichen Verkündigung weitgehend alleingelassen." Wo die Erwartung der Wiederkunft Christi aufgegeben werde, "wird die Zukunftsorientierung durch den Glauben an die schier grenzenlose Fortentwicklung der Menschheit und einen von Philosophien und Ideologien verbreiteten, zeitgeistig orientierten Zukunftsoptimismus ersetzt".

Zeichen der Endzeit

Die IKBG ruft in der Erklärung dazu auf, die Zeichen der Endzeit wachsam zu beobachten. Neben einer Zunahme von Naturkatastrophen und Kriegen gehörten dazu Ersatzreligionen ohne Gottesbezug wie der Nationalismus, Marxismus, Feminismus und Liberalismus. "Letzterer führt auch zu einem hemmungslosen Gewinnstreben wie zur Korruption im Weltfinanzhandel." Weitere Anzeichen seien die Auflösung von Ehe und Familie sowie die Abtreibungspraxis, die der "zahlenmäßig größter Massenmord seit Menschengedenken" sei.
Die nominell christliche Bevölkerungsmehrheit verhalte sich gegenüber diesem massiven ethischen Verfall gleichgültig oder billige ihn. Das Leitbild der Selbstverwirklichung führe zu dem von Jesus Christus vorhergesagten "Erkalten der Liebe" bei vielen. Ein Vorzeichen für die Wiederkunft Christi sieht die IKBG auch in der steigenden Zahl der Christen, die um ihres Glaubens willen leiden oder getötet werden.

Auf Wiederkunft freuen

Christen aller Konfessionen werden aufgerufen, "der Wiederkunft ihres Herrn freudig entgegenzusehen". Die Lebendigkeit und Echtheit biblischer Wiederkunftshoffnung sei "ein wichtiger Erweis der Glaubenstreue eines Christen und einer kirchlichen Gemeinschaft". Die Einigkeit in ihrer Wiederkunftserwartung führe dazu, dass sich "bisher getrennte kirchliche Gemeinschaften zusammentun zur gemeinsamen Erfüllung des Missionsauftrags Jesu".Unterzeichnet ist die Orientierungshilfe vom Präsidenten der IKBG, Pastor Ulrich Rüß (Hamburg), und vom Ehrenpräsidenten, dem Missionswissenschaftler Prof. Peter Beyerhaus (Gomaringen bei Tübingen). (idea)

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