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Mehr über die Auferstehung von den Toten sprechen

("Adventisten heute"-Aktuell, 4.2.2011) Die Kirchen sollten angesichts eines steigenden Interesses an Spiritismus stärker die Hoffnung auf das ewige Leben und die Auferstehung von den Toten in die gesellschaftliche Debatte einbringen. Das rät der Referent für Esoterik, Okkultismus, Spiritismus und Satanismus in der Evangelischen Zentralstelle für Weltanschauungsfragen (EZW), Matthias Pöhlmann (Berlin). Bisher reagierten die Kirchen zu wenig auf das zunehmende Interesse an Esoterik und Spiritismus, sagte er auf Anfrage von idea. Wie die im Verlag Gruner und Jahr erscheinende Zeitschrift "Wunderwelt Wissen" (München) berichtet, glauben zehn Prozent der Deutschen fest an Geister. "Die Kontaktaufnahme zu Verstorbenen boomt", so das Blatt. 15 Prozent aller Deutschen zählten sich zur Gruppe der "spirituellen Sinnsucher". Drei Millionen Menschen in Deutschland gäben jährlich sechs Milliarden Euro für Okkultismus aus.

Esoterik auch in Hollywood-Filmen

Auf diese Herausforderungen sollten die Kirchen reagieren, so Pöhlmann. Gerade in der Trauerbegleitung und in der Vermittlung von Trost verfügten sie über große Erfahrungen. Es gelte, vom christlichen Glauben her Antworten auf die Fragen von Leben und Sterben zu geben. Die von "Wunderwelt Wissen" genannten Zahlen konnte Pöhlmann nicht bestätigen. Es sei aber eine gesicherte Erkenntnis, dass sich eine beachtliche Zahl von Menschen für Esoterik und Okkultismus interessiere. Pöhlmann verwies in dem Zusammenhang auf den neuesten Film des US-Regisseurs Clint Eastwood "Hereafter" (Dt. Titel: Das Leben danach), in dem es um Nahtod-Erfahrungen und Geisterbeschwörung geht. Dass sich die US-amerikanische Filmindustrie dieses Themas annehme, sei eine Reaktion auf die Gegenwartskultur. Hier treten laut Pöhlmann zwei Trends zutage: Einerseits nehme die Säkularisierung zu, andererseits gebe es eine große Religionsfaszination. Beides spiegele sich auch im Umgang mit Tod und Trauer wider: Neben einer Tabuisierung und Verdrängung des Todes in der Öffentlichkeit könne man in Esoterik-Szene eine Tendenz zur Bagatellisierung beobachten. Sie zeige sich darin, dass der Tod als lichtvoller Übergang in ein anderes Leben begriffen werde. Dazu dürften die Kirchen nicht schweigen. (idea)



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