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Luis Palau: Katholiken und Evangelikale werden sich annähern


("Adventisten heute"-Aktuell, 22.3.2013) Katholiken und Evangelikale werden sich in der Amtszeit des neuen Papstes Franziskus weiter annähern - vor allem in Lateinamerika. Davon geht der aus Argentinien stammende US-Evangelist Luis Palau (Portland/US-Bundesstaat Oregon) aus. Er zählt den neuen Papst, der vor seiner Wahl als Kardinal Jorge Mario Bergoglio in der argentinischen Hauptstadt Buenos Aires tätig war, zu seinen persönlichen Freunden. Wie Palau der US-Zeitschrift "Christianity Today" (Carol Stream bei Chicago) sagte, habe Bergoglio auch als Kardinal nicht die Konfrontation mit den Evangelikalen gesucht, obwohl sich gerade in den letzten Jahren Millionen Katholiken evangelikalen, meist pfingstkirchlich geprägten Kirchen angeschlossen hätten: "Bibelgläubigen Christen begegnet er mit großem Respekt." Er arbeite lieber mit ihnen zusammen als sie auszugrenzen.
Palau: "Trotz aller Unterschiede in theologischen Fragen hat er Brücken gebaut und immer stärker betont, was uns eint: die Göttlichkeit von Jesus Christus, die Jungfrauengeburt, die Auferstehung und sein zweites Kommen." Bergoglio schätze die Evangelikalen auch persönlich. So sei der Finanzmanager der Erzdiözese Buenos Aires ein Evangelikaler. "Ich kann ihm vertrauen. Wir haben Stunden miteinander verbracht, die Bibel zu lesen, miteinander zu beten und Mate [lateinamerikanischer Tee, d. Red.] zu trinken", habe Bergoglio ihm - Palau - einmal bei einer Begegnung anvertraut.

Jesus Christus steht bei ihm im Mittelpunkt

Palau würdigte Bergoglio als Mann, für den die Bibel und Jesus Christus im Mittelpunkt seines Lebens stünden. "Er ist bekannt dafür, dass er Jesus Christus liebt." Er verwende keine vorformulierten Gebete, sondern bete frei. Und immer wieder bitte er seine Gesprächpartner, auch für ihn zu beten: "Das meint er wirklich so." Auch in seiner ersten öffentlichen Rede nach seiner Wahl hatte er die auf dem Petersplatz versammelten Menschen aufgerufen, für ihn zu beten. Für Palau ist Bergoglio ein geradliniger und aufrechter Mann: "Er sagt, was er denkt." Zulegen müsse der neue Papst dagegen noch in Verwaltungsfragen: "Da muss er seine Fähigkeit noch verbessern." Von den Evangelikalen in Argentinien werde er geschätzt wegen seines Lebensstils, seines Auftretens und zahlreicher persönlicher Begegnungen.

Kein Anhänger der Befreiungstheologie

Obwohl Bergoglio wiederholt - auch in seinem neuen Amt als Papst - für eine Kirche der Armen eingetreten ist, erwartet Palau von ihm keine revolutionären Veränderungen: "Er wird keinen Klassenkampf anzetteln. Er ist für die Armen, er hilft ihnen - aber nicht, indem er Emotionen anstachelt oder seine Hoffnung auf die Befreiungstheologie setzt." Vielmehr leide er darunter, dass immer mehr junge Leute der Kirchen den Rücken kehrten. Palau: "Er hofft, dass eine neue Welle der Evangelisation die römisch-katholische Kirche erfasst und dass das Evangelium von Jesus Christus um die Welt geht." (idea)

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