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Kommission zum Studium der Ordination eingesetzt


("Adventisten heute"-Aktuell, 21.9.2012) Am 18. September 2012 wurden beim Exekutivausschuss der Weltkirchenleitung (Generalkonferenz) der Siebenten-Tags-Adventisten die Weichen für die Arbeit der Kommission gestellt, die sich bis Oktober 2014 mit der Theologie der Ordination befassen wird. Zwei Jahre nachdem der Antrag auf die Beschäftigung mit dieser Frage während der Generalkonferenz-Vollversammlung um Juli 2010 in Atlanta (USA) gestellt wurde, stehen nur folgende Fakten fest:


  • Es soll ein offener Prozess sein: "Durch Bibelstudium, Studium der Aussagen von E. G. White und im Gebet wollen wir darauf hören, was uns der Heilige Geist sagt", so Generalkonferenz-Präsident Ted Wilson.

  • Die Zusammensetzung der Kommission soll breit angelegt sein: Frauen und Männer, Jung und Alt, Theologen, Theologiestudenten, Personen, die sich zum Thema mündlich und schriftlich geäußert haben und andere Personen sollen gewählt werden.

  • Nur drei Mitarbeiter der Weltkirchenleitung werden (von Amts wegen) zur Kommission gehören: der Vorsitzende, sein Stellvertreter und ein Sekretär. Vorsitzender ist Pastor Artur A. Stele, einer der Generalkonferenz-Vizepräsidenten und Direktor des Biblical Research Institute (Bibelforschungsinstitut, BRI).

  • Die Glieder des Exekutivausschusses wurden gebeten, Personen zur Besetzung der Kommission vorzuschlagen. Von den insgesamt 102 Mitgliedern sollen mindestens 24 Frauen sein. Jede der 13 Regionen der Weltkirche (Divisionen) soll zwei Delegierte benennen, die als Bindeglied zu den Bibelforschungskomitees der Divisionen dienen.

  • Die Kommission wird sich mit zwei Hauptthemen befassen: die Theologie der Ordination (also: Was ist Ordination und was ist sie nicht?) und die sich daraus ergebenden Schlussfolgerungen in Bezug auf die adventistische Gemeindepraxis unter besonderer Berücksichtigung der Frauenordination.

  • Bis zur Vorstellung der Ergebnisse im Oktober 2014 wird die Kommission viermal für je drei Tage zusammenkommen. Der Exekutivausschuss der Weltkirche wird dann im Oktober 2014 beschließen, welche Empfehlung ein Jahr später, also 2015, der Generalkonferenz-Vollversammlung in San Antonio (Texas, USA) zur Abstimmung vorgelegt wird.


Dass diese Kommission eingesetzt werden sollte, ist seit 2011 bekannt. Aus diesem Grund waren die regionalen Kirchenleitungen (Divisionen und Verbände) gebeten worden, das Ergebnis der Arbeit dieser Kommission abzuwarten. Drei Verbände (Nord- und Ostdeutschland, Columbia Union und Pacific Union) fällten trotzdem am 23. April (in Geseke bei Paderborn), am 29. Juli (in Silver Spring, Maryland, USA) und am 19. August 2012 (in Woodland Hills, Kalifornien, USA) die Entscheidung, die Ordination zum Pastorendienst unabhängig vom Geschlecht zu erlauben.
Die Mitglieder des Exekutivausschusses der Generalkonferenz brachten ihre Hoffnung zum Ausdruck, dass die Beratungen der Kommission nicht nur von Offenheit und Breite bei diesem Thema geprägt sein werden, sondern auch von einem Geist hoher gegenseitiger Achtung und geistlicher Atmosphäre sowie des Bestrebens, einen Konsens in so vielen Punkten wie möglich zu erreichen. Offensichtliche Meinungsunterschiede sollen im Bericht im Oktober 2014 benannt werden. Die vorgelegten Lösungen sollen letztlich die Verkündigung, den Auftrag und die Einheit der Kirche der Siebenten-Tags-Adventisten unterstützen. (AR/ANN/edp)

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