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Kinderpsychologen gegen frühkindliche Fremdbetreuung

(AdventEcho online, 15.5.2009) Gegen die Propagierung der frühkindlichen Fremdbetreuung und für eine Wertschätzung elterlicher Fürsorge haben sich die Redner einer Tagung "Familie unter Druck" des Familienetzwerks Deutschland ausgesprochen. Es gebe eine breite Ablehnung des Krippenausbaus durch Kinderpsychologen, doch Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen (CDU) habe dies ignoriert, sagte der Kinder- und Jugendpsychologe Wolfgang Bergmann (Hannover) am 9. Mai in Erfurt. Entscheidend für eine gesunde Entwicklung des Kindes sei die enge Mutterbindung in der Säuglingsphase: "Ein Kultur, die das Mütterliche nicht ganz nach oben stellt, wird auf Dauer nicht überleben. Sie ist das Überleben auch nicht wert."

Bindung führt zu Bildung

Die Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeutin Christa Meves (Uelzen) wies darauf hin, dass die Häufigkeit psychischer Erkrankungen bei Jugendlichen, die bei beiden leiblichen Eltern aufwachsen, deutlich geringer sei. Es werde jungen Eltern in einem regelrechten "Feldzug der Verführung" eingeredet, dass Kollektiverziehung für die Kinder besser sei als die elterliche Fürsorge. Dabei sei eine enge Bindung an die Mutter in den ersten drei Lebensjahren die entscheidende Voraussetzung für den Bildungserwerb. Bildung setze Bindung voraus.

Elterngeld: Nachteil für Kinderreiche

Der wissenschaftliche Mitarbeiter am Institut für Demografie, Allgemeinwohl und Familie (IDAF), Stefan Fuchs (Bonn), sagte, es habe 2003 einen grundlegenden Kurswechsel in der Familienpolitik gegeben. Statt der Stärkung und Anerkennung der Erziehungsleistung der Familie stehe seitdem die Erwerbstätigkeit beider Elternteile im Vordergrund. Das Elternrecht werde durch öffentliche Erziehung verdrängt. Beispiele seien die Krippenoffensive der Bundesregierung bis 2013 und die Elterngeldreform. Das Elterngeld benachteilige kinderreiche Familien. Je mehr Kinder eine Familie habe, desto geringere Ansprüche auf Elterngeld könne sie durch die eingeschränkten Möglichkeiten auf Erwerbstätigkeit erwerben. Das Elterngeld sei eine "absurde Umverteilung zu Lasten kinderreicher Familien". (idea)

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