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Jugendliche, die Werbespots anschauen, greifen eher zur Flasche

(AdventEcho online, 22.5.2009) Der evangelische Fachverband für Suchtkrankenhilfe "Blaues Kreuz in Deutschland" (Wuppertal) sieht sich durch eine neue Studie in seiner Forderung bestätigt, Alkoholwerbung zu verbieten. Die Deutsche Angestellten Krankenkasse (DAK) hatte die Untersuchung in Auftrag gegeben. Dazu befragte das Institut für Therapie- und Gesundheitsforschung (Kiel) 3.415 Jungen und Mädchen zwischen 10 und 17 Jahren. Ergebnis: Mehr als 80 Prozent der Befragten, die keine Alkoholwerbung sahen, griffen weder zur Bier- noch zur Schnapsflasche. Dagegen hatten über 90 Prozent der Jugendlichen, die mehr als zehn Mal Werbespots verfolgten, bereits Alkohol getrunken.Die Studie belege damit Erkenntnisse, die ausländische Forscher bereits vor Jahren gewonnen hätten, sagte der Bundessekretär des Blauen Kreuzes, Reinhard Lahme (Wuppertal) am 14. Mai auf idea-Anfrage. "Aufgrund der biologischen Veränderungen in der Pubertät sind Jugendliche besonders empfänglich für Alkoholwerbung." Ihre Wahrnehmung und an den Alkoholgenuss geknüpfte Erwartungen würden dadurch manipuliert. Schon seit Jahren spreche sich daher das Blaue Kreuz in Deutschland gemeinsam mit den Selbsthilfeverbänden für Suchtkranke und der Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen für ein Verbot von Alkoholwerbung aus. Lahme: "Wir hoffen, dass die Bundesregierung jetzt endlich entsprechende Maßnahmen ergreift." Gleichwohl solle man sich darüber bewusst sein, dass die Art des Umgangs mit Alkohol in der Gesellschaft und der Familie noch stärkere Auswirkungen auf den Alkoholkonsum Jugendlicher habe als Werbespots. (idea)

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