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Juden rufen zur Solidarität mit verfolgten Christen auf

("Adventisten heute"-Aktuell, 22.8.2014) Der Präsident des Jüdischen Weltkongresses, Ronald S. Lauder (New York), hat zur Solidarität mit verfolgten Christen aufgerufen. Menschen guten Willens müssten sich zusammentun, um die Welle der Gewalt gegen Christen im Nahen Osten und in Afrika zu stoppen, schreibt er in der Zeitung New York Times. Juden verstünden am besten, was geschehen könne, wenn die Welt zu solchem Unrecht schweige.

Christen werden "abgeschlachtet"

In Europa und den USA gebe es Demonstrationen gegen Israel wegen der "tragischen Tode von Palästinensern, die von der Hamas als menschliche Schutzschilde" missbraucht würden. "Aber dem barbarischen Abschlachten von Tausenden und Abertausenden Christen wird mit relativer Gleichgültigkeit begegnet", so Lauder. Christen würden derzeit vom Libanon bis in den Sudan verfolgt und getötet. Der Nahe Osten und Teile Zentralafrikas verlören ganze christliche Gemeinden, die dort seit Jahrhunderten friedlich gelebt hätten. Lauder verweist auf das einigende Band zwischen Juden und Christen: "Wir lesen dieselbe Bibel und teilen die gleichen moralischen und ethischen Werte. Jetzt teilen wir traurigerweise auch das Leiden: Christen sterben wegen ihres Glaubens, weil sie schutzlos sind und die Welt ihrem Leiden gleichgültig gegenübersteht." Er schreibe diese Zeilen "als Chef einer jüdischen Organisation, der sich um seine christlichen Brüder und Schwestern" sorge.

UN: "Barbarische Taten"

Unterdessen hat die Terrorgruppe IS (Islamischer Staat) einen US-Amerikaner aus Rache für US-Luftangriffe im Nordirak hingerichtet. IS hat Im Norden Iraks rund eine halbe Million Menschen vertrieben - Christen, Jesiden und gemäßigte Muslime. Die Terrororganisation hat ein Kalifat ausgerufen, in dem sie das islamische Religionsgesetz, die Scharia, mit brutalsten Mitteln durchsetzt. Die Vereinten Nationen beschuldigen IS "barbarischer" Taten, darunter sexueller Gewalt. Sie sollen Kinder religiöser Minderheiten wie Christen und Jesiden geköpft sowie Frauen und Mädchen vergewaltigt haben. Im syrischen Bürgerkrieg werden Christen ebenfalls von extremistischen islamischen Kampfgruppen drangsaliert, und in einigen Ländern Afrikas verüben islamistische Terrororganisationen wie "Boko Haram" in Nigeria oder El-Shabab in Somalia und Kenia ähnliche Verbrechen an Andersgläubigen. (idea)

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