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Islamwissenschaftler: Muslime in Europa müssen sich anpassen

("Adventisten heute"-Aktuell, 27.9.2013) Heftige Kritik an der Abschottung muslimischer Migranten von der europäischen Kultur hat der ägyptische Islamwissenschaftler und katholische Theologe Samir Khalil Samir geübt. Wenn man in einen anderen Kulturkreis auswandere, müsse man sich in gewisser Weise der jeweiligen Kultur anpassen, sagte er auf einer Tagung der "Initiative Christlicher Orient", die vom 23. bis 24. September in Salzburg (Österreich) stattfand.

Theologischer Dialog weitestgehend sinnlos

In Europa dürfen Muslime nach Ansicht des 75 Jahre alten Vatikan-Beraters nicht erwarten, dass sich die hiesigen Normen an das islamische Religionsgesetz, die Scharia, anpassen. Wie die Katholische Presseagentur (Wien) weiter berichtet, hält Samir es für weitestgehend sinnlos, einen theologischen Dialog mit Muslimen zu führen. Vielmehr müsse es um kulturelle Fragen gehen, etwa um das unterschiedliche Verständnis von Menschenrechten. Diese müssten für alle Menschen gelten ohne religiöse Vorbehalte, wie sie immer wieder von islamischer Seite vorgebracht würden.

Muslime haben ein Recht auf das Evangelium

Laut Samir bedeutet etwa "Freiheit" für einen Ägypter etwas anderes als für einen Europäer. Aus Sicht der Muslime setze die Religion der Freiheit Grenzen. Der Gedanke einer Gewissensfreiheit, die es erlaube, die Gemeinschaft der Muslime zu verlassen, sei für sie undenkbar. Samir mahnte ferner die Christen, den Missionsauftrag Jesu gegenüber Muslimen ernst zu nehmen. Sie hätten ein Recht auf die Verkündigung des Evangeliums. Dies dürfe freilich nicht unter Zwang oder Gewalt geschehen. (idea)

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