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In der Passionszeit Verzicht üben

(AdventEcho online, 20.2.2009) In der Passionszeit von Aschermittwoch bis Karsamstag (25. Februar bis 12. April) wollen Hunderttausende Christen auf lieb gewordene Dinge und Gewohnheiten verzichten wie Süßigkeiten, Alkohol, Tabak oder Fernsehen. Mehrere Fastenaktionen bieten Unterstützung an. Die diesjährige Kampagne "7 Wochen ohne" des Gemeinschaftswerks der Evangelischen Publizistik (GEP) in Frankfurt am Main steht unter dem Motto "Sich Entscheiden - 7 Wochen ohne Zaudern". Sie regt an, die durch Verzicht gewonnene Zeit zu nutzen, um Entscheidungen zu treffen, die man vor sich her geschoben hat. Im vergangenen Jahr beteiligten sich rund zwei Millionen Personen an dieser Aktion.
Einen "ergänzenden Akzent" setzt das Amt für Gemeindedienst (Memmingen) der Selbständigen Evangelisch-Lutherischen Kirche (SELK). Es hat erstmals das Programm "Sieben Wochen mit" aufgelegt. Dabei soll die Begegnung mit Jesus Christus im Mittelpunkt stehen. "7 Wochen mit" will auch die Verbundenheit der Christen stärken. An jedem Tag während der Passionszeit findet in einer der beteiligten Gemeinden oder Organisationen ein Gottesdienst oder eine Andacht zu dem Motto statt.

Verzicht bringt Freiheit

Zum Fasten motiviert auch die ökumenische Initiative "Andere Zeiten" (Hamburg). Die Teilnehmer der Aktion "7 Wochen anders leben" erhalten jede Woche einen Brief, der zum Durchhalten ermutigt. Der Leiter des Vereins, Pastor Hinrich C. G. Westphal (Hamburg), sagt: "Wer fastet, verzichtet nicht nur, sondern er fragt sich: Wie fülle ich die gewonnene Freiheit mit neuem Sinn?" Sieben Wochenbriefe enthalten biblische Geschichten, geben Tipps für die Fastenzeit und erheitern mit Cartoons.
Im Zentrum der Kampagne "40 Tage beten und fasten für unser Land" stehen in diesem Jahr die Zehn Gebote. Über 70 evangelikale Gebetsbewegungen und Organisationen laden dazu ein, sich anlässlich des Superwahljahres mit Europa-, Bundes- und Landtagswahlen an die Grundlagen der Gesellschaft zu erinnern. Ein Gebetsheft mit geistlichen Impulsen gibt Tipps zum Fasten.

Fasten für die Umwelt

Andere Initiativen rufen die Bürger auf, in der Fastenzeit die Umwelt zu schonen. So laden die Landeskirchen im Rheinland, Hessen-Nassau und der Pfalz, die katholischen Bistümer Trier, Mainz und Limburg sowie der Rat christlicher Kirchen im Großherzogtum Luxemburg zum Autofasten ein. Empfohlen wird, das Fahrrad sowie Busse und Bahnen zu nutzen oder zu Fuß zu gehen. Ist das Auto nicht zu ersetzen, raten die Veranstalter zu Sprit sparendem Fahren, Fahrgemeinschaften oder Auto-Teilen (Car Sharing). Bislang haben sich 12.500 Personen angemeldet. Die beteiligten Verkehrsverbünde verlosen 800 Freifahr- oder Bonusscheine für verbilligte Fahrten. Mehrere katholische Organisationen in Bayern rufen zum Kohlendioxid-Fasten auf. Die Teilnehmer sollen beispielsweise Strom sparen, die Heizung herunterdrehen und beim Einkauf Waren aus der Nähe erwerben. (idea)

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