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Hilfswerk "Open Doors" veröffentlicht "Weltverfolgungsindex 2017"

("Adventisten heute"-Aktuell, 13.01.2017) Das überkonfessionelle Hilfswerk "Open Doors" hat den sogenannten "Weltverfolgungsindex 2017" (WVI 2017) veröffentlicht. Dieser Bericht führt 50 Länder in einer Rangliste auf, in denen Christen wegen ihres Glaubens verfolgt und benachteiligt werden, teilte das Hilfswerk mit. Nach Einschätzung des Werkes hat sich die Lage von Christen, die in diesen Ländern als Minderheit leben, konstant verschlechtert. "Open Doors" korrigierte die Schätzung von weltweit 100 Millionen verfolgter Christen im Jahr 2008 auf aktuell über 200 Millionen.

Wachsender religiöser Nationalismus

Die Lage von rund 650 Millionen Christen in den Ländern, die der Weltverfolgungsindex 2017 aufführt, habe sich weiter verschlechtert. Dies sei unter anderem auf wachsenden religiösen Nationalismus und islamische Unterdrückung zurückzuführen. Im Umfeld des "Arabischen Frühlings" seien sowohl regionale als auch länderübergreifend aktive islamistische Gruppen wie der IS oder Boko Haram verstärkt auf den Plan getreten, so "Open Doors".

Weltverfolgungsindex 2017

Als die zehn erstgenannten Länder, in denen Christen am meisten bedrängt würden, sind im WVI 2017 aufgeführt: 1. Nordkorea, 2. Somalia, 3. Afghanistan, 4. Pakistan, 5. Sudan, 6. Syrien, 7.Irak, 8. Iran, 9. Jemen, 10. Eritrea. Die maßgebende Ursache für die herrschende Christenverfolgung in acht der ersten zehn und in 35 der insgesamt aufgeführten Länder sei islamische Unterdrückung. Besonders betroffen seien Christen muslimischer Herkunft, die sich durch ihre Konversion laut Koran eines todeswürdigen Verbrechens schuldig gemacht hätten, teilte das Hilfswerk mit.

Hintergründe

Das christliche Hilfswerk" Open Doors" wurde 1955 gegründet und setzt sich nach eigenen Angaben mit umfangreichen Hilfsprojekten für verfolgte Christen weltweit in etwa 60 Ländern ein. Seit über 20 Jahren erfasse der Weltverfolgungsindex jährlich die weltweite Christenverfolgung mit wissenschaftlicher Genauigkeit, so "Open Doors". Diese Statistik solle jedoch nicht nur Experten weiteres Wissen vermitteln, sondern vor allem zur Solidarität mit den verfolgten "Brüdern und Schwestern" aufrufen. (APD)

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