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Hilfe für Flüchtlinge von der Elfenbeinküste in Liberia

("Adventisten heute"-Aktuell, 27.1.2012) Nach den durch die Präsidentschaftswahl im November 2010 verursachten Unruhen an der Elfenbeinküste suchten über 170.000 Menschen im westafrikanischen Nachbarland Liberia Zuflucht. Viele von ihnen sind noch heute dort. In der Region Grand Gedah verteilt die Adventistische Entwicklungs- und Katastrophenhilfe ADRA an 900 von ihnen Nahrungsmittel. Außerdem werden 50 Kinder unter fünf Jahren mit energiereicher Kost versorgt. Um nicht nur vorübergehend den Hunger zu lindern, erhalten zusätzlich 1.700 Familien nahe des Ziah Flüchtlingslagers in Janzon, Baywadee und Pohan Äcker, Saatgut und landwirtschaftliches Gerät, um sich mit Nahrungsmitteln versorgen zu können.
Da auch unter den Liberianern die Unterernährung weit verbreitet ist, wurden Farmer-Gemeinschaften aus zehn Liberianern und 15 Flüchtlingen in Pohan und Baywadee sowie 15 Liberianern und 25 Flüchtlingen in Janzon gebildet. ADRA-Mitarbeiter unterweisen die Bauern über Anbaumethoden und die Steigerung der Ernteerträge. Die Farmer züchten auch Gemüsesamen an, deren Setzlinge von der Bevölkerung zum weiteren Anbau genutzt werden können. Dabei arbeitet ADRA eng mit den Dorfältesten zusammen, die für das Projekt Ackerboden zur Verfügung stellen.
Außerdem hat ADRA in der Stadt Ziah ein Zentrum für Frauen aufgebaut, die Opfer sexueller Gewalt wurden. 1.200 Frauen, besonders alleinerziehende Mütter und schwangere Frauen, erhalten dort psychologische Betreuung und können an Berufsausbildungskursen teilnehmen. Mitglieder dreier Frauen-Hilfskomitees gehen von Haus zu Haus und informieren die Bevölkerung über die Merkmale häuslicher Gewalt und die richtigen Verhaltensweisen im Ernstfall. Jede Woche werden so über 400 Menschen erreicht. Zusätzlich wurden Sportvereine für junge Frauen gegründet, um sie dadurch auch schon frühzeitig über die Folgen häuslicher Gewalt aufzuklären. (APD)

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