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Hass im Netz: "Es ist Zeit, zur Besinnung zu kommen"

("Adventisten heute"-Aktuell, 18.11.2016) Soziale Medien drohen "asozial" zu werden. Diese Befürchtung hat der EKD-Ratsvorsitzende, Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm (München), in einer Predigt am Buß- und Bettag (16. November) in München geäußert. "Nicht mehr Verständigung ist das Ziel, sondern Verurteilung, Verdammung und manchmal richtiggehender Hass", sagte er im Blick auf viele Kommentare in sozialen Netzwerken. Bedford-Strohm macht nach eigenen Angaben selbst solche Erfahrungen, wenn er sich zu kontroversen Themen äußert. So habe ihm jemand geschrieben: "Der Tag der Abrechnung wird kommen." Der Ratsvorsitzende mahnte: "Es ist Zeit, zur Besinnung zu kommen."

Auf üblen Kommentar folgte Entschuldigung per Mail

Er führt ein Beispiel an, das er jetzt erlebt hat. Auf seiner Facebookseite habe er einen Kommentar erhalten, der nicht tolerabel gewesen sei, und ihn deshalb gesperrt. Wenige Tage später bekam der Ratsvorsitzende vom Autor eine Mail, der sich darin "in aller Form" entschuldigte. Bedford-Strohm: "Ich habe ihm sofort geantwortet und ihm gesagt, welche innere Größe aus seiner Mail und der Entschuldigung spricht und dass ich seine Entschuldigung natürlich gerne annehme." In seiner Antwort habe sich der Facebook-Kommentator bedankt und zum Lutherjahr "alles Gute und viel Freude an dem Fest" gewünscht. Bedford-Strohm: "Ich habe diesen Mailwechsel als ein Bußtagswunder empfunden." Die Entschuldigung des Mannes habe ihn selbst zur Buße gebracht, so der Landesbischof. "Ich hatte nicht mit einer solchen Geste gerechnet." Er habe nur die Haltung des Mannes und nicht den Menschen gesehen sowie Gott nicht zugetraut, "dass er uns zwei Menschen noch zusammenbringen kann". Diese "Hoffnungserfahrung" zeige: "Die Güte Gottes kann wirklich stärker sein als alle Grenzen, die wir Menschen aufbauen." (idea)

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