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Hahne kritisiert "Sprachpolizisten" der EKD

("Adventisten heute"-Aktuell, 25.7.2014) Scharfe Kritik an einem Faltblatt der Evangelischen Kirche Deutschlands (EKD) zur geschlechtergerechten Sprache hat der Fernsehmoderator und Bestsellerautor Peter Hahne (Berlin) geübt. Die Publikation gibt Tipps, wie das Weibliche und das Männliche gleichberechtigt zu benennen sind. So sollen Hauptwörter durch substantivierte Partizipien ersetzt werden: So schreibe man statt "Spender" besser "die Spendenden". Die EKD empfiehlt ferner, die Kirche nicht als "Arbeitgeber", sondern als "Arbeitgeberin" zu bezeichnen. Befürwortet werden ferner Paarformen wie "die Partnerinnen und Partner". Wie Hahne - er war von 1992 bis 2009 EKD-Ratsmitglied - in der "Bild am Sonntag" schreibt, ist "diese Pseudo-Feminisierung ein Anschlag auf die Ästhetik" der deutschen Sprache: "Wie furchtbar würden sich die schönen Kirchenlieder oder Rilkes Gedichte anhören, wenn man sie durch den Filter der Sprachpolizistinnen und Sprachpolizisten der EKD jagen würde."

Die "Kirche des Wortes" hat wahrlich andere Probleme

Wären die Sprachreformer der EKD konsequent, müssten sie anstatt vom Christentum von Christinnen- und Christentum sprechen, so Hahne. Er habe außer Alice Schwarzer noch keine Frau kennengelernt, die dieses Thema existenziell interessiert habe. Der Theologe und Journalist: "Die 'Kirche des Wortes' hat wahrlich andere Probleme als diesen Gender-Unfug." Das Faltblatt, das die EKD in Zusammenarbeit mit dem Evangelischen Werk für Diakonie und Entwicklung (Berlin) erstellt hat, wurde Anfang Juli vom Kirchenamt in Hannover an die Leitungen aller kirchlichen Werke, Dienste und Einrichtungen sowie die Zuschussempfangenden verschickt. Das Ziel: Die Leiterinnen und Leiter kirchlicher Einrichtungen sollen ihren "Mitarbeitenden" in Dienstbesprechungen den korrekten Sprachgebrauch beibringen. Die EKD ermuntert: "Das erfordert Kreativität und Übung. Aber es lohnt sich!" (idea)

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