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Gerettete Bergleute danken Gott: "Gracias SeÃḟor"

("Adventisten heute"-Aktuell, 15.10.2010) Während der spektakulären Rettung von 33 Bergleuten in Chile haben christliche Gemeinden des Landes rund um die Uhr Gebetswachen abgehalten. Die 33 Kumpel waren 70 Tage verschüttet. Am 14. Oktober wurde Schichtführer Luis UrzÃẃa (54) als letzter mit einer Rettungskapsel aus 625 Metern Tiefe an die Oberfläche gebracht. Viele Kumpel trugen Hemden mit der Aufschrift "Gracias SeÃḟor" (Danke Herr). Der erste Gerettete, Esteban Rojas, kniete nach dem Ausstieg aus der Kapsel nieder, erhob die Hände im Gebet und pries Gott. Der zweite Gerettete, Mario SepÃẃlveda, sagte vor Fernsehkameras: "Da unten waren Gott und der Teufel. Gewonnen hat Gott."
Rund um die Welt nahmen Millionen Menschen Anteil an der spektakulären Aktion. Papst Benedikt XVI. betete während der Generalaudienz am 13. Oktober für die eingeschlossenen Bergleute und ihre Familien. Der katholische Weihbischof Cristian Contreras Villaroel aus Santiago de Chile sagte, das Ereignis sollte als Mahnung dienen, dass alle Menschen geistliche Errettung brauchen.

Verschüttete erhielten Minibibeln

Die 32 eingeschlossenen Chilenen und ein Bolivianer hatten seit dem 5. August in dem Kupfer- und Goldbergwerk in der Wüste Atacama festgesessen. In den ersten 17 Tagen galten sie als tot. Während ihrer mehr als zweimonatigen Gefangenschaft hatten sie durch eine Rettungsbohrung neben Nahrung, Kleidung und Medizin auch Audiogeräte mit dem Neuen Testament, der "Geschichte von Jesus", und auch persönlich gewidmete Minibibeln erhalten, die - zusammen mit einem Vergrößerungsglas - von den Adventisten zur Verfügung gestellt wurden. Die Rettungsaktion mit der Kapsel Phoenix dauerte mehr als 22 Stunden.
Von den 16,8 Millionen Chilenen sind 70 Prozent Katholiken und 15 Prozent Protestanten. Vor allem die Pfingstkirchen sind in den letzten Jahrzehnten stark gewachsen. Zu den Siebenten-Tags-Adventisten, die seit 1885 in Chile präsent sind, zählen mehr als 125.000 als Erwachsene getaufte Mitglieder, die sich in 836 Gemeinden und Gruppen. versammeln. 8,3 Prozent der Bevölkerung sind nicht-religiös und der Rest Anhänger von Naturreligionen. (idea/edp)

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