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Fusion der zwei größten adventistischen Verlage in Sicht

("Adventisten heute"-Aktuell, 26.7.2013) Am 19. Juni 2013 erhielten die Aufsichtsräte der zwei amerikanischen Verlage Review and Herald (RH) und Pacific Press Publ. Assn. (PPPA) von der Weltkirchenleitung (Generalkonferenz) der Siebenten-Tags-Adventisten und von der Leitung der Nordamerikanischen Division der Kirche den Auftrag, die mittelfristige Zusammenlegung beider Institutionen vorzubereiten. Diese Entscheidung wurde gefällt, nachdem man sich jahrelang auf verschiedenen Ebenen mit der Thematik befasst hatte.
In getrennten Sitzungen einigten sich beide Aufsichtsräte darauf, eine gemeinsame Kommission zu bilden, die konkrete Vorschläge und Schritte für die Fusion erarbeiten soll. Beide Verlage, RH in Hagerstown (Maryland) und PPPA in Nampa (Idaho), arbeiten als Institutionen der Generalkonferenz, obwohl sie hauptsächlich für die Gemeindeglieder und Institutionen in den USA tätig sind. Es geht daher nicht nur um eine Fusion, sondern auch um eine Neuzuordnung: der neue Verlag soll dann der Nordamerikanischen Division unterstellt sein und von dieser auch unterstützt werden.
Wie ein ehemaliger leitender Mitarbeiter des Verlags Review and Herald auf Anfrage bestätigte, habe sich die Lage der adventistischen Verlage und der Buchevangelisation in den USA während der letzten Jahre derart verändert, dass es keine Rechtfertigung mehr für zwei Verlage gäbe, die praktisch ein Land mit ihren Produkten versorgen.
Mit den ersten Vorschlägen der Kommission wird im September dieses Jahres gerechnet.
Zurzeit benötigt keiner der zwei Verlage finanzielle Mittel, weder von der Generalkonferenz noch von der Nordamerikanischen Division, da sie Gewinne erwirtschaften. Allerdings haben beide Verlage im Printbereich mit Überkapazitäten zu kämpfen, da jedes Verlagshaus eine große Druckerei besitzt (der Trend geht seit Jahren dahin, dass Verlage keine eigene Druckerei betreiben, sondern externe Dienstleister in Anspruch nehmen). Zusammen verfügen sie über mehr als 40 große, teure Maschinen (Belichtungs-, Druck-, Falz-, Schneide- und Bindemaschinen), die beide Verlage bei weitem nicht auslasten können. Die Übernahme von Druckaufträgen außerhalb der Kirche sorgte immer wieder für Zündstoff.
Die Kirche der Siebenten-Tags-Adventisten unterhält zurzeit 63 Verlage weltweit. Die Geschichte des RH-Verlags (bzw. seines Vorgängers) geht auf das Jahr 1861 zurück. PPPA wurde 1875 in Kalifornien gegründet. Ein drittes Verlagshaus, Southern Publ. Assn. fusionierte 1980 mit RH. Bei RH sind 170 Personen, bei PP 280 angestellt. Beide beliefern mehr als 400 selbständige Vertreter ("Buchevangelisten") mit Kinder- und Gesundheitsbüchern, sowie 24 christliche Buchläden (Adventist Book Centers) in den USA und Kanada.Im deutschsprachigen Raum betreibt die Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten einen Verlag in jedem der drei Länder - Saatkorn-Verlag in Lüneburg, Advent-Verlag in Krattigen (Schweiz) und Top Life Center/Wegweiser-Verlag in Wien -, jedoch keine eigene Druckerei mehr. (edp)

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