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Führender Pietist übt Kritik an Familienpolitik

(AdventEcho online, 24.4.2009) Ein führender Pietist hat Kritik an der Familienpolitik der Bundesregierung geübt. Sie vernachlässige die ersten Lebensjahre eines Kindes als die Phase mit dem meisten Entwicklungspotenzial immer mehr, sagte der Direktor des Theologischen Seminars der Liebenzeller Mission, Pfarrer Volker Gäckle (Bad Liebenzell) am 19. April in Siegen. Die Verlegung dieser Phase in eine Kinderkrippe oder einen Kinderhort sei "das eklatante Gegenteil von Förderung", so der 44-jährige dreifache Vater. Seiner Ansicht nach wäre es sinnvoller, in junge Familien zu investieren, damit sie Zeit für ihren Nachwuchs haben, als später Milliarden für die Betreuung und Begleitung psychisch labiler und kranker Menschen auszugeben: "Denn kranke Familien produzieren immer kranke Menschen."Gäckle ermutigte ferner Gemeinden und Gemeinschaften, junge Christen besser zu fördern, um sie in das gemeinschaftliche Leben einzubinden. Es sei besser, sich den Bedürfnissen junger Mitarbeiter zu stellen, anstatt dauernd über Mitarbeitermangel zu klagen. Junge Christen suchten in ihren Gemeinden oder Gemeinschaften einen Raum geistlichen Dienens, in dem sie Anerkennung und Wertschätzung erfahren und mitbestimmen könnten. Zudem wollten sie ihre Gaben testen. Gäckle bedauerte, dass vielfach eine "Kultur der Dankbarkeit" verloren gegangen sei. Während früher beispielsweise Jungscharmitarbeiter am Ende ihres Dienstes Dankesworte der Eltern und ein Geschenk für ihre Arbeit bekommen hätten, gebe es heute selten Anerkennung. Stattdessen werde schnell kritisiert, wenn etwas schlecht laufe. Für die Weiterentwicklung einer jungen Persönlichkeit, aber auch der Gemeindearbeit, seien sowohl lobende als auch kritische Rückmeldungen wichtig. (idea)

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