Bestellhotline: 0800 2383680 (kostenlos innerhalb D)
Literatur für ein Leben mit Zukunft
Kauf auf Rechnung möglich | versandkostenfrei ab 50 € (innerhalb D)

Friedrich Hänssler verstorben - Er war „der Axel Springer des Pietismus“

Nachricht über den Tod Hänsslers auf der Homepage des SCM. (Foto: Screenshot)

Persönlichkeiten aus Kirche und evangelikaler Bewegung haben das Lebenswerk des Verlegers Friedrich Hänssler (Holzgerlingen bei Stuttgart) gewürdigt. Er war am 7. Mai nach kurzer Krankheit im Alter von 92 Jahren gestorben. Der gebürtige Stuttgarter hatte 1959 den von seinem Vater Friedrich (1892–1972) gegründeten Hänssler Verlag übernommen und prägte mit Büchern, Tonträgern und Filmen die christliche Medienlandschaft. Der wüttembergische Landesbischof Frank Otfried July (Stuttgart) bezeichnete Hänssler als „eine herausragende evangelische, ja evangelistische Unternehmerpersönlichkeit“. Sein berufliches und persönliches Leben sei durch den christlichen Glauben geprägt gewesen. Die Evangelische Landeskirche in Württemberg danke für sein vielfältiges und segensreiches Wirken.

Hahne: Hänssler war an Glaubensoptimierung interessiert

Der Bestsellerautor Peter Hahne (Berlin) nannte den Verleger „den Axel Springer des Pietismus“. Gegenüber der Evangelischen Nachrichtenagentur idea sagte Hahne: „Beide einte in ihrer verlegerischen Ethik die unbedingte Verbundenheit zu Israel und die Pflege der deutschen Bildungskultur mit ihren christlichen Wurzeln.“ Hänssler sei mehr an Glaubensoptimierung als an Gewinnmaximierung orientiert gewesen: „Religiösen Schund modischer evangelikaler Zeitgeisttheologie gab es unter seinem Namen nicht, auch wenn andere Verlage sich damit die Taschen voll verdienten.“ Hahne veröffentlichte vor über 40 Jahren sein erstes Buch „Was ist mein Leben wert?“ im Hänssler Verlag. Davon wurden rund 1,2 Millionen Exemplare verkauft.

Winrich Scheffbuch: Hänssler ging es stets um die Verbreitung des Evangeliums

Der Gründer der Entwicklungsdienste „Hilfe für Brüder“ und „Christliche Fachkräfte International“, Pfarrer Winrich Scheffbuch (Stuttgart), erinnerte gegenüber idea an die missionarische Motivation des Verlegers: „Friedrich Hänssler ging es immer nur darum, das Evangelium von Jesus in Wort und Musik auf jede Weise laut werden zu lassen.“ Die Sozialpädagogin und Hänssler-Autorin Cornelia Mack (Filderstadt bei Stuttgart) sagte idea, Hänssler habe in „seiner außerordentlichen Begabung Musik und Theologie, die Weite der Welt mit der Tiefe des Evangeliums verbunden“. Viele Menschen hätten von ihm und seinem Verlag profitiert und seien durch Noten, Bücher und Liedproduktionen aus dem Hause Hänssler gesegnet worden.

Hänssler trug maßgeblich zur Verbreitung der Bücher von Billy Graham bei

Auch die Organisation „Samaritan´s Purse – Die Barmherzigen Samariter“ (bis 2018 „Geschenke der Hoffnung“) würdigte den Verleger. Er habe die Arbeit des Werks – 1963 als Billy Graham Evangelistic Association gegründet – intensiv begleitet, erklärte Vorstand Sylke Busenbender (Berlin). So habe er mit seinem Verlag maßgeblich dazu beigetragen, die Bücher des Evangelisten Billy Graham (1918–2018) auf dem deutschen Buchmarkt zu veröffentlichen. Über fast zwei Jahrzehnte habe sich Hänssler um den Vertrieb der von der Organisation herausgegebenen Zeitschrift „Entscheidung“ gekümmert und sie zu großem Wachstum geführt.

Irmhild Bärend, Mitglied des Aufsichtsrats von Samaritan´s Purse, hatte zum 90. Geburtstag von Hänssler mit Unterstützung einiger Freunde 90 Bäume in Israel pflanzen lassen. Eine Lob- und Dankfeier zum Gedenken an den Verleger findet am 18. Mai in der Kirche von Holzgerlingen statt.


Kommentare

Die mit einem * markierten Felder sind Pflichtfelder.

Die Datenschutzhinweise habe ich zur Kenntnis genommen.