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Evangelist Hans Peter Royer stirbt bei Sportunfall

("Adventisten heute"-Aktuell, 23.8.2013) Einer der bekanntesten Evangelisten im deutschsprachigen Raum, der Österreicher Hans Peter Royer (Schladming/Steiermark), ist am 17. August bei einem tragischen Unfall ums Leben gekommen. Der 51-Jährige Direktor des Bibel- und Freizeitzentrums "Tauernhof" stürzte am Dachstein beim Gleitschirmfliegen ab.

Beim Gleitschirmfliegen von Windbö erfasst

Wie das Zentrum auf Anfrage der Evangelischen Nachrichtenagentur idea mitteilte, wurde Royer offenbar von einer Windbö erfasst und sei gegen einen Felsen geprallt. Die Leiche sei nach einer mehrstündigen Suchaktion in einer Felsrinne gefunden worden. Nach Angaben der Polizei gab es keine Zeugen für den Unfall.
Der "Tauernhof" sagte für die kommende Woche alle Freizeitprogramme ab. In einer Mitteilung wird zum Gebet für Royers Ehefrau Hannelore und die Kinder Lucas, Lisa und Eva-Maria aufgerufen. Royer war einer der gefragtesten Evangelisten im deutschsprachigen Raum. Royer, der auch als Bergführer und Skilehrer tätig war, entwickelte die sogenannte "Christuszentrierte Erlebnispädagogik". Darüber verfasste er das Buch "Nur wer loslässt, wird gehalten" (SCM Hänssler). Er schrieb auch das Buch "Nach dem Amen bete weiter".

Hahne: Er predigte eindringlich über Gericht und Gnade

Der Fernsehmoderator Peter Hahne (Berlin) würdigte die Arbeit Royers: "Bei vielen gemeinsamen evangelistischen Diensten habe ich erlebt, wie junge Leute an seinen Lippen hingen und in die Seelsorge strömten. Als Sportler faszinierte er, holte Jugendliche in ihrer Lebenswelt ab - ohne die inzwischen auch unter Evangelikalen gepflegte Anbiederung an den Zeitgeist." Selten habe er jemanden so eindringlich über Sünde und Hölle, über Gericht und Gnade predigen hören. Seine Verkündigung sei wie die von Martin Luther gewesen: "Hart, glasklar, ohne Kompromisse und gerade deshalb anziehend, weil nur das Echte zählt." (idea)

Nachruf von Klaus Rösler

(idea)
Der Direktor des Bibel- und Freizeitzentrums der evangelikalen Missionsgemeinschaft der Fackelträger - "Tauernhof" - in Schladming hat sich oft mit dem Thema Tod befasst: "Der einzige Weg, um richtig zu sterben, ist, richtig zu leben." Gegen die Sorge am Ende des Lebens, etwas verpasst zu haben, helfe eine tiefe Beziehung zu Jesus Christus, schrieb er in ideaSpektrum . Der auch als Bergführer und Skilehrer tätige Prediger ermahnte beim diesjährigen Pfingstjugendtreffen in Aidlingen bei Stuttgart die rund 9.000 Zuhörer, sich vorzubereiten, Jesus Christus zu begegnen, anstatt über das Leben im Himmel zu spekulieren. Seinen letzten Einsatz in Deutschland absolvierte er beim missionarischen Zeltlager der Gästehäuser Hohe Rhön Anfang August. Bei den 3.000 Besuchern ist er "sehr gut angekommen", so Fritz Schroth von der Tagungsstätte. Wer seinen Rat suchte, dem sei es anschließend bessergegangen.

Wer gierig ist, gebe sein Geld weg

Royer ist in Deutschland bekannter als im katholisch geprägten Österreich. Fast überall, wo sich Evangelikale treffen, ist er einer der Redner: bei der Allianzkonferenz, im Christlichen Gästezentrum Schönblick, im Forum Wiedenest, bei der sportmissionarischen Bewegung SRS (Sportler ruft Sportler), bei Pfingstkonferenzen oder der Konferenz für Weltmission in Stuttgart. Seine Predigten sind Lebenshilfe. Da empfiehlt er, Menschen, auf die man eifersüchtig ist, täglich ein Kompliment zu machen. Gierigen rät er, "Geld wegzugeben": "Großzügigkeit bricht die Macht von Gier im Herzen." Er wendet sich gegen Heuchelei - einer verbreiteten Sünde unter Christen.

Keine Anbiederung an den Zeitgeist

Groß ist die Betroffenheit über seinen frühen Unfalltod. Ein Polizeihubschrauber entdeckte die Leiche in einer Felsrinne. Es gab keine Zeugen des Unfalls. Auch sein Vorgänger als Leiter des Tauernhofes - Gernot Kunzelmann - ist unter ähnlichen Umständen im Juli 1988 im Alter von 50 Jahren ums Leben gekommen - ebenfalls mit einem Gleitschirm. "Es ist schwer, Gottes Personalpolitik zu verstehen", schreibt der Generalsekretär der Deutschen Evangelischen Allianz, Hartmut Steeb. Der ProChrist-Evangelist Ulrich Parzany meint auf Facebook: "Ich habe den Eindruck, dass es Gericht Gottes über uns in den deutschsprachigen Ländern ist, dass er uns einen der wichtigsten Boten wegnimmt." Und Fernsehmoderator Peter Hahne äußerte: "Er holte Jugendliche in ihrer Lebenswelt ab - ohne die inzwischen auch unter Evangelikalen gepflegte Anbiederung an den Zeitgeist." Selten habe er jemanden so eindringlich über Sünde und Hölle, über Gericht und Gnade predigen hören. Seine Verkündigung sei wie die von Martin Luther gewesen: "glasklar, ohne Kompromisse und gerade deshalb anziehend, weil nur das Echte zählt".Viele Christen sahen in Royer den idealen Nachfolger von Ulrich Parzany. Im Internet finden sich ungezählte weitere Einträge. Einer ermutigt den Generalsekretär der Österreichischen Evangelischen Allianz, Christoph Grötzinger: "Wir begraben Gottes Botschafter, aber die Botschaft bleibt bestehen." Royer hinterlässt seine Frau Hannelore und drei Kinder. Am 22. August wurde er in Ramsau am Dachstein beigesetzt. (idea)

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