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Einen gläubigen Partner online finden?

("Adventisten heute"-Aktuell, 16.12.2011; Update 14.1.2013) 11,5 Millionen Deutsche (14 Prozent aller Bürger) leben ohne festen Partner - ihre Zahl ist in den letzten Jahren kräftig angestiegen. Kein Wunder: Wer heute einen verantwortungsvollen Beruf mit Überstunden ausübt, findet selten Zeit, sich aktiv auf Partnersuche zu begeben. Und auch die örtliche christliche Gemeinde - nicht selten überaltert und mit deutlichem Frauenüberschuss - ist nicht immer die geeignete Adresse bei der Suche nach einem Ehepartner.

Es gibt 2.500 deutschsprachige Online-Singlebörsen

Da sehen viele im Internet die Chance, fündig zu werden: Online-Partnerbörsen werden immer populärer. Einer Studie des Branchen-Verbandes Bitkom zufolge hat jeder vierte Deutsche bereits Erfahrungen mit solchen Portalen gemacht; bei den Unter-30-Jährigen kann sogar jeder Zweite auf einen virtuellen Flirt zurückblicken. Derzeit gibt es nach Schätzungen insgesamt rund 2.500 deutschsprachige Online-Singlebörsen - eine große Auswahl für die Millionen Singles. Und die Erfolgsaussichten sind nicht schlecht: Neun Millionen Menschen oder 18 Prozent aller deutschen Internetnutzer haben online einen neuen Partner gefunden (nicht unbedingt einen Ehepartner!). Das ergab eine Umfrage des Marktforschungsinstituts Aris im Auftrag des Bitkom.

Der Wunsch nach einem gläubigen Partner ist stark

Neben den großen, teils internationalen Plattformen hat sich in Deutschland auch eine Nische der religiösen Partnerbörsen etabliert. Es gibt Angebote für Juden, Muslime und Christen. Denn der Wunsch nach einem gläubigen Ehepartner ist nicht zuletzt bei Christen stark ausgeprägt. Von den christlichen Frauen ehelichen 73 Prozent, von den christlichen Männern sogar 84 Prozent einen Partner aus derselben Kirche. Dies zeigt eine Studie des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge, die die amtliche Statistik auswertet.

Eine ganze Reihe christlicher Angebote

Auf den christlichen Onlineplattformen kann man nicht nur die Konfession angeben, sondern zusätzlich auch, welche Rolle der Glaube im Leben spielt oder wie oft man einen Gottesdienst besucht. Die meisten Seiten sind offen für alle Konfessionen, zudem gibt es einige Plattformen speziell für Katholiken.

Himmlisch-plaudern.de:

Vor drei Jahren gründete Tobias Zschöckner die Seite himmlisch-plaudern.de (Sitz: Hannover). Mit über 17.000 angemeldeten Nutzern ist sie eine der größten christlichen Plattformen im Netz. Zschöckner kam die Idee aus Erfahrung: Er wünschte sich als Single eine christliche Partnerin. In seiner kleinen Gemeinde in Dresden gab es nur wenige junge Leute in seinem Alter. So machte sich der Junggeselle im Internet auf die Suche. Enttäuscht von kostenpflichtigen Angeboten und überlaufenen weltlichen Portalen, gründete Zschöckner kurzerhand himmlisch-plaudern.de. Die Internetseite versteht sich sowohl als christliche Gemeinschaft wie auch als Partnerbörse - jedoch nicht als christliche Partnervermittlung. "Wir sind eine Internetseite, auf der sich Freunde vernetzen, aber auch Alleinstehende nach einem passenden Partner umschauen können. Das Verbindende für alle Mitglieder ist der Glaube", heißt es vom Betreiber.

Singlechrist.de:

Das Portal singlechrist.de (Leipzig) versteht sich dagegen klar als Partnerbörse. Auch geistliche Inhalte in Form von Predigten oder Texten, kleinen Filmen und Tageslosungen sind eingestellt. Knapp 9.000 nutzen derzeit die Plattform, um neue Kontakte zu knüpfen. Dabei ist das Verhältnis zwischen Frauen und Männern ausgewogen. "Im Schnitt gibt es im Monat fünf bis sechs uns bekannte Erfolgsgeschichten", berichtet der Betreiber der Plattform, Friedhelm Hensen.

Christsuchtchrist.de:

Während der überwiegende Teil der christlichen Netzwerke kostenfrei ist, bietet christsuchtchrist.de (Bielefeld) für Männer eine zu bezahlende Mitgliedschaft. Das bedeutet: Für wichtige Funktionen, wie das Nachrichtenverfassen, müssen die Männer 29 Euro im Jahr überweisen. Die Betreiber versuchen so, einen Männerüberschuss zu vermeiden. Rund 50.000 Singles sind auf der Plattform registriert. Fragen wie "Gehst du in die Kirche? Wenn ja, wie häufig und weshalb?", "Engagierst du dich in der Gemeinde?" oder "Was bedeutet dir der christliche Glaube in deinem Leben?" bieten einen guten Einblick über den anderen Nutzer.

christliche-partner-suche.de

Bei dieser Partnersuche handelt es sich um keine professionelle christliche Partnervermittlung bzw. Partnerbörse, sondern um eine Webpräsenz, die Singles untereinander vernetzt und einen Erstkontakt über das Internet ermöglicht. Das Angebot ist für ernsthafte Christen gedacht, die Gott und die Bibel lieben. Dieser Single-Service ist völlig kostenlos.

Gefahr: häufig sind die Erwartungen überhöht

Die Partnersuche im Netz bringt allerdings nicht nur Vorteile mit sich. Wer sich ausschließlich im Internet über "aufpolierte" Profile ein Bild von seinem Gegenüber macht, hat häufig hohe Erwartungen an ein erstes Treffen. Die Enttäuschung kann dann sehr groß sein, wenn die Bekanntschaft bei der ersten Verabredung in Fleisch und Blut erscheint.
Auch Walter Nitsche, Geschäftsführer des Christlichen Partnerschafts-Dienstes (cpd), sieht die Online-Singlebörsen kritisch. Neben seiner Agentur für Partnervermittlung hat er in der Vergangenheit auch zwei Online-Partnerbörsen betrieben, sie aber beide wieder eingestellt. "In Online-Singlebörsen tummelten sich Menschen, die gar nicht wirklich an ehrlicher Partnerschaft und Ehe interessiert waren. Die Folgen davon: viel Schmerz, Enttäuschung, verletzte Seelen."

"Handverlesene" Vorschläge

Seine Partnervermittlung geht anders vor: Teilnehmer füllen Fragebogen zu ihrer Person aus. Mit Hilfe von Computern werden besonders gut zusammenpassende Profile ermittelt. Die Mitarbeiter nehmen diese danach für einen möglichen Ehepartner persönlich in Augenschein. Die suchenden Singles erhalten also nur "handverlesene" Vorschläge. Erst wenn von beiden Partnern eine Einwilligung zur Kontaktaufnahme vorliegt, erhalten sie vom cpd die Adresse. "Dies ist sicherlich ein Grund, warum die Erfolgsquote des cpd mit 34 Prozent extrem hoch ist. Bei unseren Single-Börsen lag sie - obwohl die Teilnehmerzahl größer war - bei 1 bis 3 Prozent", sagt Walter Nitsche. (Dennis Pfeifer, idea)






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