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Ein Nest der Hoffnung - G'Camp 2014

("Adventisten heute"-Aktuell, 22.8.2014) Hoffnung leuchtet. Sie ist kreuzförmig und wurde vor dem Versammlungszelt aufgerichtet. An Hoffnung kann man sich festhalten. Das haben viele Menschen getan - symbolisch, mit Bändern. Das eine Ende haftet magnetisch am Kreuz, das andere wurde mit einem schweren Nagel in die Erde gesteckt (siehe Foto). So lebt und klebt ein Christ: erdverankert und doch gehalten von Christus.

Dieses Bild gab das Leitmotiv des diesjährigen G'Camps in Friedensau vor: Hoffnung. Genauer gesagt: Unwiderstehlich - Hoffnung gewinnt! Sie schafft es, unser Leben zu prägen und die Angst zu besiegen. Und sie ist ansteckend - sie gewinnt Menschen für Christus. Fünfeinhalb Tage lang, vom 12.-17. August (Dienstagabend bis Sonntagvormittag), war die kleine Zeltstadt an der Theologischen Hochschule Friedensau das Nest der Hoffnung unserer Freikirche in Deutschland.

Projekte der Hoffnung

Hoffnung braucht konkrete Projekte. Eines davon sei "wenn alle Vereinigungen und Verbände in Deutschland gemeinsam das G'Camp veranstalten", so Hartmut Wischnat, Abteilungsleiter für Mission und Gemeindeaufbau in Baden Württemberg. Und tatsächlich war diese Missionskonferenz nach dreijähriger Pause eine erfüllte Hoffnung. Die Kuppelarena stand aus technischen Gründen nicht zur Verfügung. Doch wie groß sollte das Ersatzzelt sein? Als man es bestellen wollte, hatten sich gerade 250 Personen angemeldet. Doch die Organisatoren orderten mutig ein Zelt für 600 Menschen. Es kamen 600 - am Wochenende noch viel mehr. Die Gebete wurden erhört.

Der Hauptredner des G‘Camps war Gary Krause, Leiter des Büros für die Adventmission bei der Generalkonferenz (Weltkirchenleitung). Der gebürtige Australier kam mit seiner Frau Bettina (nein, keine Deutsche, sondern ebenfalls Australierin) und Tochter Bethany angereist. Seine Botschaft: Wenn du Menschen für das Reich Gottes gewinnen willst, mach‘ es wie Jesus. Das berühmte Zitat von Ellen White über die Vorgehensweise Christi, auf das er sich bezog, enthält die wesentlichen Prinzipien: sich unter die Menschen mischen, weil wir ihr Bestes wollen (auch dann, wenn sie sich nicht für Christus öffnen); ihren Bedürfnissen dienen, ihr Vertrauen gewinnen - und sie erst dann in die Nachfolge Christi einladen.

"Sich unter die Menschen mischen" - da haben wir Schwierigkeiten

Besonders mit dem "unter die Menschen mischen" hätten die Adventisten ihre Schwierigkeiten, sagte Gary Krause. Dabei sei gerade das von entscheidender Bedeutung für die Mission in den Großstädten, die seit zwei Jahren von der Weltkirchenleitung besonders gefördert wird. In seinem Workshop zu diesem Thema gab Gary Krause einen Einblick in die Geschichte der (Advent-)Mission in den Städten und stellte anschließend Modelle und Ideen für Adventgemeinden in Großstädten vor, die die Menschen ihrer Umgebung erreichen wollen.

Eine Studie der Generalkonferenz habe herausgefunden, dass statistisch gesehen jene Gemeinden am stärksten wachsen, die einen relevanten Dienst für ihre Umgebung anbieten, so Krause. Unter der neuen Internetseite www.urbancenters.org werde es künftig immer mehr Ressourcen und Informationen (in englischer Sprache) zur Mission in den großen Städten geben.

Für Jugendliche gab es abends ab 22 Uhr ein besonderes X-tra Youth-Programm. Miki Jovanovic, Pastor in München und Verkündiger bei der Jugend-Satellitenevangelisation Link2Life, war als Sprecher eingeladen worden. Er sprach mitreißend über Mut oder über das Problem, als Jugendlicher mit seinem Glauben zu Hause "allein" zu sein.

2016 ist das nächste G'Camp

Das G'Camp 2014 war mehr als die Summe seiner Workshops, Vorträge, Aktivitäten für Kinder und Projektvorstellungen. Es war vor allem eine Quelle der Ermutigung - sowohl für jene aus Gemeinden mit Problemen als auch für diejenigen, bei denen es gut läuft. Das lag nicht zuletzt an der Atmosphäre, die nach Wohlwollen und Wertschätzung duftete.

Damit die Hoffnung weiter genährt wird, ist für 2016 das nächste G'Camp geplant. Wem die Zeit bis dahin zu lang ist, kann vom 4.-8. August 2015 an der 2. Friedensauer Sommerakademie teilnehmen. Das Thema lautet "Familie" - Kinderprogramm inklusive. (Thomas Lobitz) Eine ausführlichere Fassung dieses Berichts gibt es in der Oktoberausgabe von "Adventisten heute ".


Gary Krause (li.), Leiter des Büros für die Adventmission bei der Generalkonferenz, aktualisierte die Vorgehensweise Christi - übersetzt von Rolf J. Pöhler. (Foto: Albert Przykopanski)



G'Camp-Zelt und Band


600 Teilnehmer verströmten eine Atmosphäre der Ermutigung. Das gemeinsame Singen mit der Band aus Hannover war eine Freude. (Foto: Albert Przykopanski)



G-Camp Taufe


Zwei Flüchtlinge aus einem asiatischen Land wurden getauft. Weil die Entscheidung für Christus für sie nach wie vor mit Gefahren verbunden ist, zeigen wir ihre Gesichter nicht und nennen keine Namen. (Foto: Stephan G. Brass)



Miki Jovanovic


Jugendprogramm: Miki Jovanovic, Pastor in München und Verkündiger bei der Jugend-Satellitenevangelisation Link2Life, spricht. (Foto: Albert Przykopanski)

 


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