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Ehrenamt: Senioren werden an vielen Stellen gebraucht

("Adventisten heute"-Aktuell, 25.4.2014) Während über das Für und Wider der "Rente mit 63" diskutiert wird, suchen viele Senioren nach sinnvollen Tätigkeiten im Ruhestand. Sie wollen nicht zum "alten Eisen" gehören, sondern ihre Kenntnisse und Erfahrungen zum Wohl der Allgemeinheit einsetzen. 37 Prozent der 60- bis 69-Jährigen und 25 Prozent der über 70-Jährigen engagieren sich ehrenamtlich. Über die Möglichkeiten von Tätigkeiten im In- und Ausland informiert das evangelische Wochenmagazin ideaSpektrum (Wetzlar).

Sowohl säkulare als auch christliche Organisationen vermitteln solche Einsätze. So sind im Bundesfreiwilligendienst (Berlin) rund 47.000 Bürger engagiert; zwei Prozent von ihnen sind über 65 Jahre alt. Insgesamt wurden in den vergangenen drei Jahren 1.700 Senioren vermittelt. Sie können beispielsweise in der Kinderbetreuung, der Altenpflege sowie in der Jugend- oder Behindertenhilfe arbeiten. Die Einsatzdauer liegt zwischen sechs und 18 Monaten. Für die erforderlichen Versicherungen kommt die Einsatzstelle auf; es zudem gibt ein Taschengeld von bis zu 348 Euro pro Monat. Teilzeitarbeit ist ebenfalls möglich. Wer in einer diakonischen oder kirchlichen Einrichtung arbeiten will, kann sich auch bei der Evangelischen Freiwilligendienste gGmbH (Hannover) melden.

Expertenservice: Durchschnittsalter 69

Die größte deutsche Ehrenamts- und Entsendeorganisation für pensionierte Fachkräfte ist der Senior Experten Service (Bonn). Seit ihrer Gründung im Jahr 1983 hat die Organisation rund 30.000 Einsätze in 160 Ländern durchgeführt, vor allem in Asien, Europa und Afrika. Der Service hat derzeit rund 11.500 Bewerber registriert; das Durchschnittsalter liegt bei 69 Jahren. Vermittelt werden Experten aus rund 50 Branchen - vom Bauern, Maschinenbauingenieur oder Schreiner bis hin zu Pfarrern. Die Auslandseinsätze dauern meist einen Monat und sind auf sechs Monate begrenzt. Sie sollen "Hilfe zur Selbsthilfe" leisten, aber keine lokalen Arbeitsplätze ersetzen.

CFI: Zusammenarbeit mit evangelischen Partnern

Christlich engagierte Spezialisten aus Handwerk, Medizin, Landwirtschaft oder Ingenieurwesen vermittelt der Entwicklungsdienst "Christliche Fachkräfte International" (CFI) mit Sitz in Stuttgart in etwa 20 Länder. Bewerber sollten mindestens eine Fremdsprache beherrschen. Die Zeit im Ausland variiert in der Regel zwischen einem und drei Jahren. In den Einsatzländern arbeitet CFI mit evangelischen oder evangelikalen Partnern zusammen. Die Kosten für den Einsatz können übernommen werden; CFI begrüßt es aber, wenn die Senioren sie selbst tragen, da alle Ausgaben durch Spenden gedeckt werden müssen.
Auch die Deutsche Missionsgemeinschaft (DMG) mit Sitz in Sinsheim bei Heidelberg bietet ehrenamtliche Tätigkeiten für Senioren an. Mit dem Programm "50-plus" werden im Ausland Einsätze von drei Monaten bis zwei Jahren unterstützt; in Deutschland ist auch ein kürzeres Engagement möglich. Voraussetzung ist, dass die Ehrenamtlichen die Glaubensgrundsätze der Deutschen Evangelischen Allianz für sich anerkennen und dass sie gewillt sind, ihren christlichen Glauben am Einsatzort zu bekennen. Ihre Heimatgemeinde sollte die Arbeit im Gebet mittragen. Im Unterschied zu den anderen Organisationen müssen die Bewerber die Einsätze selbst oder über einen Freundeskreis finanzieren.

Die Aufgaben sind so zahlreich wie nie zuvor

Sinnvolle ehrenamtliche Tätigkeiten bieten sich für Senioren aber auch an ihren Heimatorten, etwa in der Hospizarbeit, der Krankenhausseelsorge, bei Tafeln, der Betreuung von Heimkindern oder die Mitarbeit bei Gemeindeaktivitäten und evangelistischen Einsätzen. "Die Aufgaben und Möglichkeiten, seinen Ruhestand sinnvoll zu gestalten, sind so zahlreich wie wahrscheinlich nie zuvor", heißt es in ideaSpektrum . (idea)

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