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Die Hirnforschung widerspricht der Gender-Ideologie

("Adventisten heute"-Aktuell, 12.12.2014) Die Ziele der Gender-Ideologie stehen im Widerspruch zu den Erkenntnissen der Hirnforschung. Diese Ansicht vertritt der Professor für Physiologie und Biokybernetik, Manfred Spreng (Erlangen), in einem Interview mit der Evangelischen Nachrichtenagentur idea (Wetzlar). Der englische Ausdruck Gender bezeichnet das soziale oder psychologische Geschlecht einer Person im Unterschied zum biologischen Geschlecht.

Gehirnstruktur und Arbeitswelt

Die Berücksichtigung der Geschlechterperspektive (Gender Mainstreaming) ist verbindliche Richtlinie für alle Mitgliedsstaaten der Europäischen Union und gilt auch in der evangelischen Kirche. Spreng zufolge gibt es aber entscheidende Unterschiede der Anlagen von Mann und Frau. Sie lägen in der hormonellen und immunologischen Ausstattung sowie der unterschiedlichen Gehirnstruktur. Prägende Unterschiede entstünden bereits im Mutterleib. So setzten Frauen stärker das prozedurale Gedächtnis ein und seien dadurch besser in der Lage, mehrere Aufgaben gleichzeitig auszuführen (Multitasking) als Männer. Hingegen begünstige das männliche Gehirn die Erledigung funktioneller, handwerklicher Aufgaben.
Dies spiegele sich etwa in der Arbeitswelt wider: So sei die Mehrzahl der Verkäufer weiblich, hingegen 98 Prozent der Kfz-Mechatroniker männlich. Obwohl Norwegen bereits seit über 30 Jahren eine Gender-Erziehung praktiziere, habe sich dort der Anteil der Ingenieurinnen von zehn Prozent kaum vergrößert. Auch der Anteil der Krankenpflegerinnen liege nahezu unverändert bei 90 Prozent. Eine ähnliche Entwicklung zeige sich bei der Kibbuz-Bewegung in Israel: Diese habe bei der Arbeit anfänglich keinen Unterschied zwischen Mann und Frau gemacht. Das habe sich später dramatisch geändert: Auf Wunsch der Frauen leisteten dort die Männer wieder die körperlich schwerere Arbeit, die Frauen hätten traditionell weibliche Arbeiten übernommen.

Kritik an "Geschlechterverwirrung"

Spreng rechnet daher nicht damit, dass die Bestrebungen der Politik in Deutschland, Frauen in typische Männerberufe zu bringen, von großem Erfolg gekrönt sein werden. Kritik äußerte er am Ziel von Gender-Vertretern, zur "Veruneindeutigung" und "Geschlechterverwirrung" beizutragen. Es sei gefährlich, wenn man unter zahlreichen Identitäten wählen könne, etwa androgyn, genderqueer, transgender, pangender oder crossgender. Die Dekonstruktion der Geschlechter trage nicht zu einer besseren Gesellschaft bei.

Ein Kleinkind braucht eine enge Bindung an die Mutter

Spreng warnte davor, die Bedeutung der Mutter abzuschwächen. Wenn man Mutter und Kind früh trenne, könne es Probleme beim Erlernen der Muttersprache geben. Schon im Mutterleib nehme der Mensch die Sprache der Mutter wahr. Auch nach der Geburt sei das Kind auf die Stimme der Mutter fixiert. Die Bindungsforschung zeige, dass in den ersten zwei bis drei Lebensjahren die enge Bindung an die Mutter die beste Voraussetzung für die kognitive und emotionale Sicherheit des Kindes sei. Die starke Zunahme von Lese-Rechtschreibschwäche, Sprachstörungen und Verhaltensauffälligkeiten sei auch auf die staatlich geförderte Abschaffung der Vollzeitmutter und die entsprechende Zunahme von Fremdbetreuung zurückzuführen. Mehrere Studien zeigten, dass Krippenkinder einen deutlich erhöhten Ausstoß des Stresshormons Cortisol aufweisen. Ein dauerhaft hoher Cortisol-Wert bremse die Gehirnreifung und verändere die Struktur des Hippocampus, der zentralen Schaltstation des Gehirns. In der Folge könne es zu Hyperaktivität und Leistungsverlusten kommen.
Spreng ist Referent beim Kongress christlicher Führungskräfte, der vom 26. bis 28. Februar 2015 in Hamburg stattfindet. (idea)

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