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Christen machen nur noch zwei Prozent der syrischen Bevölkerung aus

Die christliche Präsenz im Nahen Osten droht Gefahr, ganz zu verschwinden. (Foto: Elisabeth Patzal/ pixelio.de)

Laut Fides News, Presseorgan der Päpstlichen Missionswerke, hat Kardinal Mario Zenari, Apostolischer Nuntius in Syrien, anlässlich seines kürzlichen Besuchs in Ungarn gesagt, dass der christliche Anteil in der syrischen Bevölkerung auf rund zwei Prozent gefallen sei. Dies habe die Ungarische Botschaft beim Heiligen Stuhl in einem Blogeintrag über Zenaris Besuch in Budapest geschrieben.

Demnach laufe die christliche Präsenz im Nahen Osten Gefahr, ganz zu verschwinden. Gründe seien nicht so sehr die vielen zerstörten Kirchen. Es sei vielmehr so, dass die Männer auswanderten und Familien, die aus einem christlichen sowie einem muslimischen Ehepartner bestünden, meistens dem Islam folgten, erklärte Kardinal Mario Zenari, Apostolischer Nuntius in Syrien.

Über den gegenwärtigen Zustand der christlichen Gemeinden in Syrien sprach Kardinal Zenari bei einer Konferenz in der Katholischen Universität Péter Pázmány (PPKE) in Budapest. Zum «Exodus» der Christen betonte der Kardinal, dass ihr Anteil nach dem Zweiten Weltkrieg immer noch 25 Prozent der syrischen Bevölkerung ausgemacht habe. Der Prozentsatz sei jedoch bereits vor dem Konflikt auf sechs Prozent gefallen. Als eine der Ursachen für diesen Rückgang habe der Nuntius auch die niedrige Geburtenrate christlicher Familien erwähnt, so Fides News.


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