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Bundesgesundheitsministerin besucht adventistisches Krankenhaus

(AdventEcho online, 5.6.2009) Erstmals in der Geschichte dieser adventistischen Einrichtung besuchte am 27. Mai 2009 ein Mitglied der Bundesregierung das Krankenhaus Waldfriede in Berlin-Zehlendorf: Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt besichtigte - in Begleitung des Bundestagsabgeordneten Klaus-Uwe Benneter und der Bezirksstadträtin für Gesundheit Barbara Loth - die Station für Interdisziplinäre Darm- und Beckenbodenchirurgie und hielt anschließend ein Impulsreferat zum Thema "Für Gesundheit gemeinsam einstehen".

Gespräche mit Patienten

Die Ministerin informierte sich vor allem über die aktuellen Behandlungsmöglichkeiten und Operationstechniken im Rahmen der Koloproktologie und zeigte sich beeindruckt, aus welchen Teilen des Bundesgebietes die Patienten nach Waldfriede reisen, um sich hier behandeln zu lassen. Dabei ließ sie es sich nicht nehmen, auch mit Patienten zu reden, so zum Beispiel mit einer Patientin aus Usbekistan, die auf Empfehlung der usbekischen Botschaft nach Waldfriede kam.

Wirken über Deutschland hinaus

Während des dreistündigen Aufenthalts konnte Geschäftsführer Bernd Quoß den Gästen von den koloproktologischen Operationsmethoden berichten, die in Waldfriede praktiziert werden und in denen sowie in der Darm- und Beckenbodenchirurgie Ärzte aus ganz Europa ausgebildet werden. Auch das weltweite Gesundheitswerk der Adventisten war Gesprächsthema, dabei zeigte sich die Gesundheitsministerin von der Vielzahl adventistischer Krankenhäuser sichtlich beeindruckt.

"Unser Gesundheitssystem soll solidarisch sein"

In Ihrem Impulsreferat ging die Ministerin darauf ein, dass mit zunehmendem Alter auch das Risiko zu erkranken, immer größer werde, sodass es neue Herausforderungen für das Gesundheits- und Pflegesystem gebe. Da die Ressourcen begrenzt seien, gelte es die Forschung zu bündeln und faire Preise für Medikamente auszuhandeln. Denn der medizinische Fortschritt müsse auch bezahlbar sein.
"Eine gute Versorgung muss sein, damit nicht der Wille nachlässt, ins Gesundheitssystem einzuzahlen", erläuterte Ulla Schmidt. Dazu gehöre aber auch eine angemessene Bezahlung der Pflegekräfte. Außerdem müsse überall dort, wo die Bürgerinnen und Bürger wohnen, die haus- und fachärztliche Behandlung gesichert sein. Des Weiteren müsse mehr für die Prävention getan werden, hob die Gesundheitsministerin hervor. Es gebe viele Möglichkeiten, durch gezielte Vorbeugung Krankheiten zu verhindern und damit Kosten zu sparen.

Solidarität fußt auf christliche Werte

Am Ende der Veranstaltung dankte Geschäftsführer Bernd Quoß der Bundesgesundheitsministerin dafür, den Aspekt der Solidarität deutlich herausgestellt zu haben, ohne den unser Gesundheits- und Sozialwesen nicht tragfähig sei. Letztendlich fuße Solidarität auch auf christliche Werte. Waldfriede sei mit seinen medizinischen Spezialisierungen "gut aufgestellt". Dabei spiele die Prävention im Gesundheitszentrum Prima Vita eine herausragende Rolle. Außerdem werde in der Krankenpflegeausbildung ab Oktober 2009 ein Bachelor-Programm angeboten.
Das seit 1920 bestehende Akutkrankenhaus Waldfriede verfügt über 170 Betten und versorgt mit den Fachabteilungen Chirurgie, Innere Medizin, Anästhesie, Radiologie, Gynäkologie und Geburtshilfe jährlich 9.000 Patienten stationär und 12.500 ambulant. Im letzten Jahr kamen dort 926 Babys zur Welt. (APD/bq)


Bundesministerin Ulla Schmidt beim Krankenhausrundgang.(V. l. n. r.: Bernd Quoß, Ulla Schmidt, Edwin Scharfschwerdt, Klaus-Uwe Benneter)


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