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Brasilien: Pietisten warnen vor Wohlstandstheologie

(AdventEcho online, 28.8.2009) Scharfe Kritik an einer neupfingstlerischen Wohlstandstheologie in Brasilien hat der dort tätige Theologe Claus Schwambach geübt. Er ist Leiter der Lutherisch-Theologischen Fakultät der pietistisch geprägten Evangelischen Missionsvereinigung MEUC in Sao Bento do Sul (Bundesstaat Santa Catarina). In neupfingstlerischen Gemeinden, die Millionen Menschen erreichten, werde versprochen, "dass man sich den Segen Gottes in materiellen Angelegenheiten erzwingen kann", schreibt Schwambach im Informationsblatt der Gnadauer Brasilien-Mission (Schwieberdingen bei Ludwigsburg). Es werde behauptet, dass Gott finanziell belohne: "Man muss nur opfern."
Der Professor für systematische Theologie berichtet von einem Gottesdienst, in dem versprochen worden sei, dass Gott 200 Reais (umgerechnet 76 Euro) gebe, wenn jemand zuvor 100 Reais gespendet habe. Schwambach zufolge bombardieren Neupfingstler die Menschen pausenlos durch Radio- und Fernsehsendungen, Zeitungsberichte und das Internet mit ihrer Ideologie. "Es sind nicht 'Kirchen', sondern 'Religionen der Marktwirtschaft'", so der Dozent. Durch sie würden Massen in die Irre geführt und erlebten tiefe Enttäuschungen angesichts von Lügen und falschen Versprechungen.
Von den rund 170 Millionen Einwohnern Brasiliens sind 70 Prozent Katholiken, 20 Prozent Protestanten - die meisten Pfingstler - und über sieben Prozent konfessionslos. Der Rest setzt sich unter anderem aus Spiritisten und Anhängern afro-amerikanischer Kulte zusammen. (idea)

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