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Berliner entscheiden über Religionsunterricht

(AdventEcho online, 23.1.2009) In Berlin kommt es zu einem Volksentscheid zur Einführung des Religionsunterrichts als ordentliches Schulfach. 181.584 geprüfte, gültige Unterschriften hat dafür die Initiative "ProReli" bisher beim Landeswahlleiter abgeliefert. Mindestens 170.905 wären für den Erfolg des Volksbegehrens erforderlich gewesen. Insgesamt hat die Initiative über 300.000 Unterschriften gesammelt. Die Befürworter - darunter zahlreiche Prominente aus Kirche, Politik und Medien - wollen erreichen, dass in Berliner Schulen Religion und Ethik als gleichberechtigte Wahlpflichtfächer erteilt werden. Der rot-rote Senat hatte den Ethikunterricht zum Schuljahr 2006/2007 als verpflichtend für alle Schüler ab der 7. Klasse eingeführt. Religion ist ein freiwilliges Zusatzangebot. Dies benachteilige den Religionsunterricht, so ProReli. Die Initiative tritt dafür ein, dass der Volksentscheid mit der Europawahl am 7. Juni durchgeführt wird. Er wäre erfolgreich, wenn mindestens 25 Prozent der 2,4 Millionen Wahlberechtigten dafür stimmen; das wären 610.000.
Der Erfolg von "Pro Reli" zeige, dass die Menschen gerade in einer weltoffenen und pluralen Metropole wie Berlin nicht auf die im Religionsunterricht vermittelten Werte verzichten können und wollen, meinte der Parlamentarische Staatssekretär Thomas Rachel, Vorsitzender des Evangelischen Arbeitskreises der CDU/CSU. Der Berliner Religionspädagoge und Mitglied der Landessynode, Rolf Schieder, kritisierte das derzeitige Berliner Modell: Den Berlinern Ethiklehrern fehle die Fachkompetenz. Sie müssten ohne theologische Kenntnisse einen Dialog der Religionen initiieren und Schüler auf religiöse Konflikte vorbereiten. Mangels theologischer Ausbildung der Lehrer komme der Ethik-Unterricht "über einen allgemeinen Appell an Respekt und Toleranz nicht hinaus". (idea)

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