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Argentinien: Keine Legalisierung von Abtreibungen

Nach der Entscheidung im Parlament sind Abtreibungen in dem lateinamerikanischen Staat nun auch weiterhin nur im Fall von Vergewaltigung oder Lebensgefahr für die Mutter rechtlich möglich. (Foto: Isahia Rustad/ unsplash.com)

Der argentinische Senat hat eine geplante Gesetzesänderung zur Legalisierung von Schwangerschaftsabbrüchen abgelehnt. 38 der 69 Abgeordneten stimmten am 8. August gegen die  Gesetzesvorlage. Darin war vorgesehen, Abtreibungen in den ersten 14 Schwangerschaftswochen zu erlauben. Die Initiatoren wollen damit nach eigenen Angaben verhindern, dass Frauen bei illegalen Abbrüchen ums Leben kommen. Nach der Entscheidung im Parlament sind Abtreibungen in dem lateinamerikanischen Staat nun auch weiterhin nur im Fall von Vergewaltigung oder Lebensgefahr für die Mutter rechtlich möglich. Die Anwälte-Allianz ADF International – eine christlich-konservative Vereinigung zur Verteidigung der Freiheit, die sich vor allem für den Lebensschutz engagiert – begrüßte die Entscheidung. „Heute hat Argentinien das Leben trotz des enormen internationalen Drucks, die bestehenden Gesetze zum Schutz der Lebens- und Gewissensrechte aufzugeben, angenommen“, teilte die leitende Anwältin Neydy Casillas mit. Die Gesellschaft sollte alle schwangeren Frauen unterstützen, „insbesondere diejenigen, die unter schwierigen Bedingungen leben. Die argentinischen Senatoren bestätigten diese Unterstützung.“ Geschäftsführer Paul Coleman nannte Argentinien ein Land, „in dem beides zählt – das Leben der Mutter und das Leben des Kindes.“

Abtreibungsdebatte spaltet die Gesellschaft

Die Debatte um die Legalisierung spaltet das stark katholisch geprägte Land seit Monaten. So war es bereits im Vorfeld der Senatsentscheidung zu Demonstrationen und Protesten von Befürwortern und Gegnern gekommen. Hunderte Mediziner aus privaten Krankenhäusern hatten sich unter dem Leitwort „Ich bin Arzt, kein Mörder“ gegen eine Legalisierung ausgesprochen. Auch Papst Franziskus rief in einem Schreiben dazu auf, für den Lebensschutz einzutreten. Argentinische Christen überreichten dem Parlament 414.000 Unterschriften gegen eine Gesetzesänderung. Einige Politiker, darunter auch Gesundheitsminister Adolfo Rubinstein, hatten sie im Vorfeld befürwortet. Laut Angaben des Gesundheitsministeriums liegt die Zahl der illegalen Abtreibungen in Argentinien bei schätzungsweise 350.000 jährlich. Von den 43 Millionen Einwohnern des südamerikanischen Landes sind 85 Prozent Kirchenmitglieder – davon 73 Prozent Katholiken und elf Prozent Protestanten. Der Anteil der Nicht-Religiösen liegt bei elf Prozent. Die christliche Menschenrechtsorganisation Alliance Defending Freedom (ADF/Allianz zur Verteidigung der Freiheit) wurde 1994 von evangelikalen Christen in den USA gegründet. Sie setzt sich weltweit für das Recht von Menschen ein, ihren Glauben frei praktizieren zu können.


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