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Alternative für Deutschland: Kinderlose müssen mehr zahlen

("Adventisten heute"-Aktuell, 6.9.2013) Die Alternative für Deutschland (AfD) versteht sich nicht nur als eurokritische, sondern auch als familienfreundliche Partei. Dies erklärte ein führendes Mitglied, die Bundestagskandidatin Beatrix von Storch (Berlin), gegenüber der Evangelischen Nachrichtenagentur idea .

Familien-Mainstreaming statt Gender-Mainstreaming

Wie die 42-jährige Rechtsanwältin sagte, definiere die AfD Familie als "Keimzelle der Gesellschaft". Für sie bestehe sie aus Vater, Mutter und Kindern. Von Storch: "Ich setze mich dafür ein, dass das Gender-Mainstreaming zugunsten eines Familien-Mainstreaming abgeschafft wird." Die Gender-Ideologie propagiert eine Gleichschaltung der Geschlechter, aber auch von Gruppen wie Homosexuellen oder Intersexuellen. Nach Worten von Storchs - einer geborenen Herzogin von Oldenburg - schöpft sie ihre Kraft aus dem christlichen Glauben. Er gebe ihr Orientierung in einer Welt, die jeden Wert infrage stelle. Der Glaube an Jesus Christus präge daher auch ihr Handeln.

Gegen Abtreibung und Sterbehilfe

So engagiere sie sich gegen Sterbehilfe und verantworte in Deutschland die Europäische Bürgerinitiative "Einer von uns", die eine Million Unterschriften für den Schutz ungeborener Kinder sammeln will. Für sie als evangelische Christin ist die AfD gegenwärtig die beste Möglichkeit, diese ethischen Werte politisch umzusetzen. Einer der Sprecher der Partei, Konrad Adam (Oberursel), plädierte in diesem Zusammenhang für eine Begünstigung von kinderreichen Familien gegenüber kinderlosen Paaren bei Steuer und Rente.

Für Betreuungsgeld und kostenlose Kita-Plätze

Die AfD fordere ein steuerliches Familiensplitting und einen "gerechten Rentenbeitrag". Nach Ansicht des Journalisten müssten Kinderlose höhere Beiträge als Kinderreiche zahlen, wenn sie die gleiche Rente beziehen wollten. Adam in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung: "Von Kindern können derzeit nur diejenigen gut leben, die keine haben." Das von der Bundesregierung gegen den Widerstand der Opposition eingeführte Betreuungsgeld will die AfD behalten, zugleich aber sollte der Besuch von Kindertagesstätten kostenlos sein. Für Adam ist es "grotesk", dass ein Studium gebührenfrei sei, aber ein Kita-Platz viel Geld koste. Nach Umfragen liegt die AfD derzeit etwa bei drei Prozent der Wählerstimmen. Ihr Bundesvorsitzender, Prof. Bernd Lucke (Hamburg), hat den Wahlforschungsinstituten vorgeworfen, seine Partei zu benachteiligen, um offenbar ihre Hauptauftraggeber - die Bundestagsparteien - nicht zu verärgern. Dafür habe er "eindeutige Hinweise". Er rechnet mit sieben Prozent für seine Partei. Lucke beklagte sich auch, dass Veranstaltungen seiner Partei zunehmend behindert würden. Er selbst wurde vor kurzem von mutmaßlich Linksradikalen in Bremen auf der Bühne angegriffen und zu Boden gestoßen, blieb aber unverletzt. (idea)


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