Bestellhotline: 0800 2383680 (kostenlos innerhalb D)
Literatur für ein Leben mit Zukunft
Kauf auf Rechnung möglich | versandkostenfrei ab 50 € (innerhalb D)

Albanien: ADRA bietet 1000 Roma-Familien medizinische Betreuung

("Adventisten heute"-Aktuell, 13.1.2012) Weil ihnen viele Grundrechte wie Wohnen, Arbeit, Gesundheit und Bildung nicht gewährt würden, gehörten die Roma zu den am meisten benachteiligten und diskriminierten Gemeinschaften in Europa, heißt es in einer Mitteilung der Adventistischen Entwicklungs- und Katastrophenhilfe ADRA International. ADRA Albanien helfe deshalb schwerpunktmäßig den oft übersehenen Frauen und Kindern in den Roma-Gemeinschaften außerhalb der albanischen Hauptstadt Tirana mit einer mobilen Klinik.
Laut dem Hilfswerk biete die mobile Klinik ärztliche Behandlung und gebe Medikamente ab. Kurze Gesundheitskurse sowie Gespräche mit Kindern und Angehörigen von Patienten stünden auch im Angebot. Da viele Krankheiten vermeidbar wären, werde während der Konsultation speziell auf Hygienemaßnahmen hingewiesen. Zusätzlich würden auch Fragen zur Ernährung, Prävention und Familienplanung angesprochen.
Die Berichte der mobilen Klinik zeigten als die häufigsten Krankheiten unter den albanischen Roma: Bluthochdruck, Darmparasiten, Infektionen der oberen Atemwege, Asthma, Infektionen der Haut, Depression / Angst, Geschwüre und Diabetes.
Die Lebensbedingungen vieler Roma-Gemeinschaften lägen unter dem Standard, berichtete ADRA. Dies könne variieren von Zelten über Pappkartonunterkünfte bis hin zu provisorischen Häusern. Kinder würden oft vom Schulbesuch abgehalten, um der Familie bei der Sicherung des Einkommens zu helfen. Sie sammelten gemeinsam mit Erwachsenen Alteisen oder Kunststoffreste oder bettelten auf den Straßen. Traditionellerweise müsse das verdiente Geld dem Familienpatriarchen abgegeben werden, der es häufig für Alkohol, Tabak oder Glücksspiel ausgebe.
Sechs von zehn Roma-Kindern in Albanien seien gestorben bevor sie den fünften Geburtstag erleben würden, so ADRA. Die meisten von ihnen hätten nie einen Arzt besucht. Das Hilfswerk sehe mit der mobilen Klinik eine Dringlichkeit und Notwendigkeit, die Roma-Gemeinschaften medizinisch zu versorgen, sie in Präventionsfragen zu unterrichten und gleichzeitig in der Bevölkerung die Vorurteile gegenüber den Roma zu bekämpfen. (APD)

Passende Artikel
Kommentare

Die mit einem * markierten Felder sind Pflichtfelder.

Die Datenschutzhinweise habe ich zur Kenntnis genommen.