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Adventistischer Kirchenleiter beim 60. Nationalen Gebetsfrühstück in Washington

("Adventisten heute"-Aktuell, 10.2.2012) "Für uns ist es wichtig dabei zu sein, um uns mit Menschen auszutauschen und deutlich zu machen, dass wir Teil unserer Gesellschaft sind", sagte Dan Jackson, Präsident der Nordamerikanischen Kirchenleitung der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten nach seiner Teilnahme am 60. Nationalen Gebetsfrühstück am 2. Februar im Hotel Hilton in Washington D.C.

Über politische und religiöse Differenzen hinweg Beziehungen aufbauen

Als geladener Gast habe Dan Jackson gemeinsam mit mehr als 3.000 leitenden Persönlichkeiten aus Politik, Wirtschaft, Kultur und Religion aus über 100 Ländern am Gebetsfrühstück teilgenommen, informierte die von adventistischen Kirchenmitgliedern geführte Nordamerikanische Vereinigung für Religionsfreiheit (NARLA). Die verschiedenen Veranstaltungen dieses Ereignisses, dienten dazu, im Geiste Jesu Kontakte und Beziehungen auch über politische und religiöse Differenzen hinweg aufzubauen.
"Als Adventisten sollten wir uns nicht für die eine oder andere politische Partei stark machen. Es ist aber eine völlig falsche Ansicht zu meinen, dass wir unbeteiligt und abseits der großen Diskussionen in unserem Land stehen müssten", meinte der Kirchenleiter. Jesus habe gesagt ‚ihr seid das Salz der Erde‘ und damit hätte er nicht ausschließlich die Verbreitung des Evangeliums gemeint, obwohl dies das Hauptanliegen seiner Aussage gewesen sei".

Barack Obama: Glaubenswerte leben

US-Präsident Barack Obama rief die Anwesenden dazu auf, sich zu den Glaubenswerten wie z. B. Nächstenliebe nicht nur mit Worten zu bekennen, sondern diese Werte auch zu leben. "Wir sind die Hüter unserer Brüder und Schwestern", rief er den Teilnehmern zu. "Wir sollen Täter des Wortes und nicht Hörer allein sein." In den gegenwärtigen weltweiten Krisen sei dies besonders wichtig. Obama bekannte, jeden Morgen in der Bibel zu lesen und zu beten. Gerade vor schwierigen Entscheidungen helfe ihm das, den Blick für das Wesentliche zu behalten. Sein Glaube helfe ihm, auch nach Rückschlägen weiterzumachen.

Eric Metaxas: Glaube ist etwas anderes als Religiosität

Der Bestsellerautor Eric Metaxas (New York) unterstrich den Unterschied zwischen Religiosität und wahrem Glauben. Nur Bibelsprüche zu zitieren, diese aber nicht zu leben, sei geradezu dämonisch, betonte Metaxas und erinnerte an die Episode, in der der Satan Jesus in der Wüste versucht, indem er ihm ebenfalls Zitate vorhält. Dem Glauben gehe es nicht um Moral, sondern darum, den Willen Jesu zu tun.
Als Vorbilder für einen solchen "wahren Glauben" nannte er William Wilberforce (1759-1833), der sich für die Abschaffung der Sklaverei in Großbritannien einsetzte, und den deutschen Theologen und Widerstandskämpfer Dietrich Bonhoeffer (1906-1945), der sich für die Juden engagierte und dafür von den Nationalsozialisten hingerichtet wurde. Sowohl über Wilberforce als auch über Bonhoeffer hat Metaxas Biografien verfasst; beide standen wochenlang auf den Bestsellerlisten der "New York Times".

Andersdenkenden mit Achtung und Respekt begegnen

Wilberforce und Bonhoeffer hätten gehandelt, nachdem ihnen Jesus begegnet sei, sagte Metaxas. Allerdings gehöre Jesus nicht den Christen allein; vielmehr sei er für alle Menschen da. Wilberforce und Bonhoeffer seien bis heute Vorbilder: "Jesus ist ein Feind toter Religiosität." Auch heute gebe es Gruppen, die kaum eine Stimme hätten. Als ein Beispiel nannte Metaxas ungeborene Kinder. Der Buchautor rief dazu auf, Andersdenkenden mit Achtung und Respekt zu begegnen. Er erlebe es häufiger, dass man angefeindet werde, wenn man gegen Abtreibung oder für eine biblische Sicht auf die Partnerschaft eintrete. "Dennoch sollten wir auch diesen Menschen, die uns kritisieren, mit Respekt und der Liebe Jesu begegnen."

Deutschland: Gebetsfrühstücke in neun Bundesländern

Das jährliche Nationale Gebetsfrühstück, das eine Reihe von Veranstaltungen und Essen umfasst, findet jeweils am ersten Donnerstag im Februar statt und wird von Kongressabgeordneten beider großen Parteien organisiert. Seit Dwight D. Eisenhower nimmt jeder US-Präsident am Gebetsfrühstück teil.
Regelmäßig treffen sich in Washington Parlamentarier zu Frühstück, Bibellesungen und Gebet. Diese Idee wurde mittlerweile in mehr als 180 Staaten aufgegriffen. Auch im Deutschen Bundestag gibt es ein überfraktionelles Gebetstreffen, zu dem sich während der Sitzungswochen jeden Freitag bis zu 40 Parlamentarier versammeln. Der ehemalige CDU-Landtagsabgeordnete Rudolf Decker (Böblingen) hatte die Gebetsfrühstücke 1979 zusammen mit dem Verleger Friedrich Hänssler in Deutschland eingeführt. Mittlerweile kommen auch in den Landtagen von Hamburg, Schleswig-Holstein, Hessen, Niedersachsen, Rheinland-Pfalz, Baden-Württemberg, Bayern, Sachsen und Sachsen-Anhalt regelmäßig Parlamentarier zu Gebet, Bibellese und Gedankenaustausch zusammen. (APD/idea)

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