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ADRA setzt sich für politisch Verfolgte und Kriegsflüchtlinge ein

("Adventisten heute"-Aktuell, 23.10.2015) Angesichts Tausender Flüchtlinge, die täglich in Europa eintreffen, ruft die Adventistische Entwicklungs- und Katastrophenhilfe ADRA International zu einer politischen Lösung der Flüchtlingsursachen auf. An die Verantwortlichen in Staat und Gesellschaft wird appelliert, ihre Verantwortung wahrzunehmen und den Betroffenen Schutz zu gewähren.

Flüchtlinge so behandeln, wie man selbst behandelt werden möchte

Gleichzeitig werden in der ADRA-Erklärung Einheimische gebeten, die Flüchtlinge in ihren Orten so zu behandeln, wie sie selbst in solch einer Situation behandelt werden wollen. Das Menschenrecht auf Asyl sollte Vorrang haben. Politiker und Bevölkerung müssten verstehen lernen, dass die Behandlung von Flüchtlingen nicht davon abhängig gemacht werden könne, welche Landesgrenzen sie gezwungen seien zu überqueren, noch aus welcher Religion oder Kultur sie stammen. Die Menschenwürde sollte geachtet werden. Dazu gehörten sanitäre Anlagen, sichere Unterkünfte, medizinische Versorgung und Respektierung der menschlichen Grundrechte.
Flüchtlinge sollten nicht nur mit Lebensmitteln und Unterkunft versorgt werden, sondern auch Sprachkurse sowie Vermittlung beim Umgang mit Behörden, Zugang zu vorhandenen Unterstützungen und psychosoziale Hilfe erhalten. Im Sinne der Genfer Flüchtlingskonvention setze sich ADRA für politisch Verfolgte und Kriegsflüchtlinge und deren Recht auf Zugang zu medizinischer Versorgung, Bildung und Sozialleistungen ein.

Grenzüberschreitend tätig

ADRA selbst sei grenzüberschreitend tätig. Die ADRA-Organisationen International, Kanada, Großbritannien, Dänemark, Schweden und Norwegen leisten finanzielle Hilfe für Flüchtlinge durch ADRA-Schwesterorganisationen in Serbien, Syrien, im Irak, Libanon und Jemen.
Syrien und Irak gehörten laut Anna Lefik, Mitarbeiterin von ADRA Deutschland, zu den Ländern mit den meisten Binnenvertriebenen. Sie hätten Zuflucht in leerstehenden Gebäuden, provisorischen Behausungen und Flüchtlingscamps gefunden. Dort seien die Menschen aufgrund der schlechten hygienischen Bedingungen einem hohen Krankheitsrisiko ausgesetzt. ADRA führe deswegen Maßnahmen zur Verbesserung der Hygiene durch. Dazu gehörten der Zugang zu sauberem Wasser und die Einrichtung von sanitären Anlagen. Mithilfe von psychosozialer Betreuung lernten die Betroffenen die Geschehnisse zu verarbeiten und besser mit ihrer Situation umzugehen. Erwachsene und Kinder würden mit Sprachkursen und Schulunterricht gefördert.

Transitländer

Transitländer wie Serbien stünden derzeit vor immensen Herausforderungen, so Anna Lefik. Einerseits möchten sie schutzbedürftigen Menschen helfen, andererseits werde die Belastung durch die steigende Zahl an Flüchtlingen immer größer. Daher biete ADRA in den Transitländern gemeinsam mit anderen Organisationen Unterstützung bei den Asylverfahren, ermögliche Zugang zu grundlegenden Informationen und leiste medizinische und psychosoziale Betreuung. ADRA habe in Belgrad ein Informationszentrum in der Nähe von Bus- und Bahnhöfen eingerichtet, das als Anlaufstelle für Asylsuchende diene. Dieses Center werde auch von ADRA Deutschland finanziell unterstützt.

Projekte in Deutschland

Im Inland finden Hilfsprojekte über bestehende Strukturen statt. Dazu haben sich die Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten, die Theologische Hochschule der Adventisten in Friedensau bei Magdeburg, das Advent-Wohlfahrtswerk (AWW) sowie ADRA Deutschland in dem Bündnis "Gemeinsam für Flüchtlinge" zusammengeschlossen. Auch die bestehenden Strukturen der adventistischen Ortsgemeinden sowie des Advent-Wohlfahrtswerks (AWW) werden genutzt. Bei diesen Projekten stehe die Integration der Flüchtlinge im Fokus, informierte Anna Lefik. Ein gutes Beispiel sei die Kooperation des ADRA-Shops in Stendal mit dem kultur- und generationsübergreifenden Netzwerk Maranata e.V. Als Ehrenamtliche unterstützten Asylsuchende das ADRA-Shop-Team bei ihren täglichen Aufgaben und machten sich so mit dem Leben in Deutschland vertraut. (APD)



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