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ADRA: Entsetzen über Anschlag auf Entwicklungshelfer in Afghanistan

("Adventisten heute"-Aktuell, 31.12.2010) Sein Entsetzen über den tödlichen Anschlag auf einen deutschen Entwicklungshelfer in Afghanistan brachte Heinz-Hartmut Wilfert (Weiterstadt bei Darmstadt), Pressesprecher der Adventistischen Entwicklungs- und Katastrophenhilfe ADRA Deutschland, zum Ausdruck. "Für uns als Helfer ist es immer besonders schmerzlich, wenn Ablehnung und Hass zu solchen Exzessen führen, wo doch das gesamte Interesse unserer Einsätze und Projekte darauf abzielt, den Menschen konkrete und nachhaltige Hilfe zu bringen. Dennoch nehmen wir die Unterstützung, die Dankbarkeit und die Freundlichkeit der Menschen wahr, die unsere gemeinsame Arbeit schätzen." Sie bildeten die Mehrheit in Afghanistan und sie äußerten, dass sie diese Zusammenarbeit benötigten. "Wir werden uns deshalb auch nicht davon abbringen lassen, gute Prozesse im Lande anzuregen und zu begleiten", so Wilfert. Den Angehörigen des Getöteten gelte das Mitgefühl und dem afghanischen Mitarbeiter der Wunsch, dass er bald wieder gesund werde.
Beim Beschuss seines Fahrzeuges auf einer neuerbauten Straße zwischen Kholm und Kunduz im Norden Afghanistans war an Heiligabend ein deutscher Entwicklungshelfer der staatlichen Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) tödlich getroffen worden. Einer der drei afghanischen Begleiter erlitt bei dem Angriff leichte Verletzungen. Die Betroffenen waren im Rahmen eines Projekts der KfW tätig und koordinierten den Bau der Straße. Der KfW-Berater starb im Bundeswehrkrankenhaus in Masar-i-Scharif. Zu dem Anschlag bekannten sich die Taliban.
Die Adventistische Entwicklungs- und Katastrophenhilfe ADRA habe laut Wilfert seit 1997 von den angrenzenden Ländern Pakistan, Usbekistan, Tadschikistan und den Iran Hilfsgüter nach Afghanistan gebracht. "Im Februar 2002 eröffnete ADRA in Kabul ein Büro und wurde im Mai des gleichen Jahres als internationales Hilfswerk bei der afghanischen Regierung registriert." Neben Projekten im Bereich Bildung und Gesundheit führe ADRA seit 2002 für die Not leidende Bevölkerung eine Winterhilfe durch. Zurzeit würden mit finanzieller Unterstützung des Auswärtigen Amtes der Bundesrepublik Deutschland Decken, Schuhe, Heizmaterialien und Plastikplanen in den Provinzen Kabul und Balkh an über 2.200 Empfängerfamilien mit etwa 15.600 Personen, die im eigenen Land vertrieben worden oder aus Pakistan zurückgekehrt seien, verteilt. Für die Herstellung der Decken habe ADRA 150 einheimische Näherinnen angestellt. Viele von ihnen seien Witwen und auf die Arbeit angewiesen. Für jede genähte Decke erhielten sie einen doppelt so hohen Lohn wie sonst in Afghanistan üblich. Durch das erzielte Einkommen könnten die Frauen sich und ihre Familien während der Wintermonate versorgen. (APD)

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